Montag, 1. Juni 2009

Neuseen Classics "Rund um die Braunkohle"


Am Pfingstmontag findet traditionell das Eintagesradrennen im Südraum von Leipzig statt. 130 km- Startplätze in letzter Minute gab es in diesem Jahr wie Sand am Meer ... nur konnte ich mich zurückhalten. Ob das gut war, dazu später mehr.

Mein Plan sah vor, zwei Fotostopps entlang der 130er Strecke zu machen. Der erste war gleich bei Dreiskau-Muckern (wegen einer scharfen Linkskurve attraktiv für Profilbilder) und der zweite dann hinter Priessnitz (wegen eines langgezogenen Anstiegs, gesäumt von Linden, optisch reizvoll) gelegen. Ich hatte die Jungs und Mädels wohl etwas überschätzt. Für 60 Kilometer sollten bei einem Renn-Schnitt nicht mehr als 90 Minuten vergehen. Sollten. Ich wäre in meiner Parkbucht neben dem Rennrad bei herrlichem Sonnenschein fast eingeschlafen, als sich die Besatzung eines Polizeimotorrads nach meinem Befinden erkundigte. Alles bestens.

Und da kamen sie endlich: Erst ein großes Peloton, dahinter ein paar Versprengte, dann noch viele kleine Gruppen (darunter eine mit laufendem Lenkerradio in Führungsposition!!!). Kamera einpacken, ein nettes Feld ausgucken, dranhängen. So der Plan. Als sich allerdings ein bemitleidenswerter Fahrer aus Magdeburg meiner Sightseeing-Stelle näherte, wurde der Plan geändert. Der Mann hatte Krämpfe ... und weit und breit keinen Windschatten in Aussicht. Den Windschatten bekam er bis Eula von mir, als er schnaufend fragte, ob ich Profi sei. Ähh, nö. Bis Großzössen bin ich im Feld gerollt (smooth bei 40 km/h und ruhigem Puls), in Lobstädt dann aber zu einem vorrausfahrenden Feld gespurtet - im Schlepptau einen Teamfahrer von Nutrixxion-Sparkasse. Der beklagte sich bei 44 nicht, musste aber dringend p*****. Pech für ihn. Lippendorf, Zwenkau, flame rouge. Ich warte, schaue, sprinte als erster unserer Gruppe über die Ziellinie. Als Platz "tausendsomething" but who cares?!
Eines sollte ich nicht verschweigen: Kurz vor Lippendorf wurde direkt vor mir aus unerfindlichen Gründen eine halbe Vollbremsung hingelegt. Da sah ich mich schon in der Leitplanke zappeln.

Nächstes Jahr: Angriff aufs Podium der Jedermänner.




Keine Kommentare: