Montag, 15. Juni 2009

Wer weit fliegen will, muss leiden

Viel Wind = weite Strecke. Wenn man die hundert anderen nötigen Parameter zum erfolgreichen XC mal dezent beiseite wischt, stimmt es. Der Samstag hatte fast alle Parameter zu bieten. Erfahrener Pilot, gute Thermik, keine Kontrollzonen in der Flugrichtung, keine Warteschlange am Startplatz. Und der Haken? Ein böiger 25er Bodenwind.

Anyway (bei solchen Bedingungen ist bis jetzt bloß Dieter gestartet), auf dem See tummelten sich Kiter, Schaumkronen zeichneten sich ab, die Bäume rauschten und über das Weizenfeld zogen die typischen Wellen hinweg. Rückwärtsstart, 5 Meter ausgehoben, das "Startkommando" an mich auf der Winde entfiel damit und mit Bedacht hab ich den werdenden Papa Thomas wie einen Kinderdrachen sicher auf 700 m gebracht. Ein paar Kreise später war er bereits gen SO aus dem Blickfeld verschwunden und mit den besten Wünschen der Bodencrew auf sich allein gestellt. Nach mehreren Aushebern meinerseits und einem Overall mit Grasfleckdesign vom "Ground"handling erreichte uns eine knappe Stunde später ein Funkspruch von Thomas. Ein Abholer sollte schon mal gen Rochlitz starten (laut GPS 27 km Luftlinie). Werner und Thomas waren gegen 17 Uhr wieder auf dem Platz: Im Gepäck 40 km freie Flugstrecke und ein Sixpack Becks Lemon. Von 19 bis 22 Uhr (ab da war der Wind erträglich) haben wir an dem Tag noch geschleppt - mit gigantischen Ausklinkhöhen und tollen Panoramaflügen. Bis 3 Uhr in der Früh dauerte übrigens noch das Grillen, Plaudern, Sternegucken. Schön.

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