Mittwoch, 29. Juli 2009

Langer Ausritt auf zwei Sätteln

Am 19. Juli wurde ich morgens kurz nach 8 abgeholt und gemeinsam mit Alex ging es in den Süden zum Reitturnier in Giegengrün. Circa 700 hm und 85 km Fahrstrecke trennten uns noch von den angepriesenen Gratisnudeln. Die Regenjacke hab ich Alex erfolgreich ausreden können, die Armlinge ebenso. Wir haben auf der ganzen Strecke einen netten SW als Counterpart anliegen und lassen es im Flachstück bis Altenburg kaum deutlich über 30 km/h rollen. Am Schloßpark in letztgenannter Stadt zeigen sich die ersten Bergqualitäten - oder auch nicht ;-). Trotz des sonntäglich ruhigen Verkehrs bin ich froh, hinter Gössnitz die B93 verlassen zu können und auf deutlich weniger frequentierten Sträßchen bis Crimmitschau zu kommen. Alex fühlt sich nicht sonderlich wohl im Hügelland südlich von Altenburg, kämpft aber wacker weiter. Die Rückfahrt beschäftigt ihn wohl mehr als mich - dabei haben wir doch später Rückenwind :-).
Zwickau ist erreicht und auf der schnellen Abfahrt hinunter in die Stadt lässt er mich glatt mit fast 80 Sachen stehen.

Rote Ampeln sind nur interessant, wenn man nicht ganz allein an die Kreuzung gelangt, bzw. wenn eines der beteiligten Wägelchen grün-weiß oder blau-weiß lackiert ist. Es rollt sich gut durch die Stadt, über die Zwickauer Mulde und dann rechts ab nach Wilkau-Hasslau. Ab da sind es noch 6 km bis Kirchberg und 11 km bis Giegengrün (übrigens: 103 EW). In Kirchberg taucht endlich ein Rennradfahrer auf, der in die gleiche Richtung unterwegs ist wie wir. Alex meint, dass er später nachkäme und so lasse ich mich erst überholen und setze dann dem Fremden nach. Dieser staunt, dass wir den ganzen Weg von Leipzig bis hierher gefahren sind (und wieder zurückfahren werden). Sein Tagesziel soll der Auersberg sein, der leider zu dieser Stunde unter einem bedrohlichen Wolkenmeer liegt. Wir verabschieden uns und biegen nach rechts ab gen Reiterhof. Zweimal gehts noch hoch, den Ortsschildsprint gibt es diesmal nicht, dafür aber wenige Regentropfen bei Eintreffen am Ziel.

Mareike schleppt bereits fleißig große Töpfe mit Nudeln von der angrenzenden Gaststätte in die kleine Halle neben dem Pferdestall. Hier versammeln sich nämlich die Besucher und Teilnehmer des Turniers, um lecker essen, schnacken und ein Bierchen geniessen zu können. Kaum sitzen wir bei Radler und Nudeln am Tisch, schüttet es für etwa 10 Minuten. Das nenn ich Timing!
Bevor uns allzu kalt wird, schauen wir uns fix die zwei Fohlen nebst der zu gewinnenden Preise im Stall an, um anschließend wieder gen Norden zu entschwinden. Pünktlich 13 Uhr rollen wir davon, diesmal auf einem anderen Weg bis nach Kirchberg, ab da aber identisch zur Hinfahrt.



Flott, flotter, Alex. Bei Ortsschildsprints macht man ihm so schnell nichts vor, es sei denn, man fährt ihn vorher am Hügel kaputt. Mein Tagesziel von 200 km kann ich nur mit einem Schlenker bis kurz vor Leipzig erreichen, der dann seinen Höhepunkt in einem Sprint auf die kleine Brücke über der A38 erreicht. Wieder nur zweiter Sieger.
205 Tageskilometer bei 1300 hm sind nicht extravagant, aber dennoch nett und besonders in Gesellschaft ein schönes Erlebnis.



Bis zum nächsten Mal!

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