Montag, 24. August 2009

Nur ein wenig Realität bitte, nur ein ganz klein wenig.

Nachdem gestern Abend das halbe Wildschwein verspeist und ein lang ersehnter Anruf ausgeblieben war, blieb ich noch bei Mel Gibsons "Apocalypto" hängen. Die Story ist kurz erzählt: Es geht um einen Maya-Krieger, der beim Überfall durch befeindeten Stamm seine Familie verstecken kann, selbst aber gefangen genommen wird. Kurz vor seiner Opferung - schon auf dem Obsidianstein liegend - zu Ehren Kukulkans (eher zur Befriedigung der menschlichen "Perversionen") tritt eine Sonnenfinsternis ein. Er wird zusammen mir den anderen Gefangenen freigelassen. "Freigelassen" hört sich gut an, war es aber nicht. Überleben durfte niemand, ein paar Meter rennen vor Beginn des Beschusses mit Pfeil, Speer, Steinschleuder dagegen jeder.

Unser Protagonist schafft es jedenfalls und entkommt in den nahegelegenen Dschungel (gedreht wurde der Spaß in Costa Rica). Jetzt kommts: Es herrscht Vollmond!!! Klarer Fall bei einer Sonnenfinsternis am gestrigen Tag. Dann kann er im Dschungel noch rennend vor einem Jaguar fliehen (Usain, du kleiner Amateur ;-)), baut Fallen à la Rambo I und befreit im strömenden Regen schließlich seine Familie (mit frisch geschlüpftem Nachwuchs) aus der schon halb überfluteten Höhle.

Genial: Unser Supermann steht am Strand, zwei noch übriggebliebene Verfolger hinter sich. Alle drei starren auf das Wasser ... und sehen die Boote der spanischen Konquistadoren. Das hatte etwas. Interessant auch: Die zwei "Bösen" gehen zu den Neuankömmlingen (wortlos am bisher Flüchtenden vorbei), "Pranke des Jaguars" in den Dschungel zu Frau und Kindern zurück. Sie fragt ihn, ob man zu den Fremden gehen soll. Er antwortet: Nein, wir gehen in unseren Wald und beginnen ein neues Leben. Wird Mel eigentlich vom Vatikan kofinanziert?

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