Samstag, 12. Dezember 2009

Leserbrief

"Wenn zwei Tanklaster, die jederzeit zu Bomben umfunktioniert, nachts in einem Flussbett liegen, kilometerweit vom nächsten Dorf entfernt, kann der Kommandeur davon ausgehen, dass er es lediglich mit den Tanklastern und deren Enführern zu tun hat, und ist berechtigt, diese Gefahr für seine Leute auszuschalten. Es kann nicht sein, dass Soldaten erst einen Angriff abwarten oder in Todesgefahr geraten müssen, bevor sie sich wehren können. Als Mutter eines bald einsatzbereiten Soldaten erwarte ich, dass das Leben meines Sohnes wie das aller anderen Soldaten geschützt wird, und zwar auch dann, wenn menschliche Irrtümer bedauerlicherweise nicht ausgeschlossen werden können."
(Eleonore Lindmayer-Hepp. Quelle: Leserbrief im SPIEGEL, Nr. 50, S. 8)
Diese besorgte Mutti sollte militärische Beraterin werden. Informiert sich erst eingehend über die vorliegenden Dokumente und trifft dann ein weises Urteil. Das Remote Sensing, die Drohnenaufklärung, die hochauflösenden Bordkameras an den Jets haben eine andere Entscheidung als die getroffene des deutschen Obersts nahegelegt. Akzeptiert es endlich!

PS: Na, ihr Lieben in Berlin? Hättet ihr diese Folgen erwartet? Wann gibt es eigentlich die nächste Beförderung für Herrn Klein? Oder die nächste Ministerentla ...äh... freiwilligen Rücktritt?

PPS: Liebe Frau Lindmayer-Hepp, ein deutscher Anwalt hat in Afghanistan die Opferzahl recherchiert. 179 zivile Opfer (20 Verletzte, 20 Verschwundene, 139 Tode). Als Folge des Angriffs gibt es 163 Waisenkinder, 91 Frauen haben ihre Männer verloren. Glauben Sie ernsthaft, dass es immer nur "unsere" Sicht der Dinge gibt? Auch andere Familien haben Kinder! Denken Sie immer daran! Dankeschön und Frohe Weihnachten.

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