Mittwoch, 13. Januar 2010

By fair means - Nanga Parbat - der neue Film von/über/unter Reinhold Messner

"1980 wagte Reinhold Messner etwas, was andere "Wahnsinn" nannten: den Everest-Aufstieg von Tibet aus. Im Alleingang. Und das zu der witterungsmäßig ungünstigen Monsunzeit. Bei dieser "das kühnste Abenteuer der Expeditionsgeschichte" genannten Besteigung kletterte Messner tagelang in der Todeszone. Ohne Sauerstoffgeräte, ohne Partner, ohne feste Lagerkette, ohne einheimische Träger, ohne die Hoffnung gerettet werden zu können.
Doch auf seine Rolex Oysterquartz wollte und konnte er auch diesmal nicht verzichten: "Ohne eine genaue und absolut zuverlässige Uhr da oben zu sein, das wäre Wahnsinn", sagt Messner. "Meine Rolex ist eine Lebensversicherung, wenn es ums rechtzeitige Biwak, die Gipfelrast oder den nächtlichen Aufbruch geht. Für mich gibt es keine bessere Uhr."
Und wie sich gezeigt hat, funktionieren beide - Reinhold Messner und seine Rolex - auch in 8848 m Höhe, bei 40 Grad unter Null und ohne künstlichen Sauerstoff ausgezeichnet."

(Rolex-Werbeanzeige aus dem Jahr 1981)
Das nenn ich einen gelungenen Einstieg, um sich der Person Reinhold Messner zu nähern. Morgen läuft ein Film in den Kinos an, der sein am Nanga Parbat (nicht nur vom vielen Schnee) beflecktes Image erneuterweise reinwaschen soll.

Vor 40 Jahren befinden sich die Gebrüder Messner unter der Führung von Expeditionsleiter Dr. Karl Maria Herrligkoffer am Nanga Parbat. Nach einer Schlechtwetterwarnung entscheidet sich Reinhold Messner, den Gipfel alleine in Angriff zu nehmen. Es gab damals die Verständigung zwischen Bergsteiger und Basislager mittels verschiedenfarbiger Leuchtspurmunition. Blau = gutes Wetter, Rot = schlechtes Wetter. Aus noch immer unerfindlichen Gründen wird trotz guten Wetters eine rote Leuchtkugel abgefeuert, die den alleine kletternden Reinhold Messner vom weiteren Aufstieg abbringen soll.(?) Sein jüngerer Bruder folgt ihm durch die Rupalwand (mit 4500 m die höchste Steilwand der Erde). Der Abstieg über die Diamirflanke gebiert zum Fiasko. Günther Messner stirbt (er wird im Film von einer Lawine verschüttet) und Reinhold gelangt zu unsterblichem Ruhm. Ein sehr ambivalentes Ende. Im Film trägt der ältere Bruder übrigens eine blaue Jacke und der jüngere ... eine rote.

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