Freitag, 7. Mai 2010

Stimmen unserer Soldaten

Um hier prophylaktisch einen falschen Eindruck im Keim zu ersticken (passt ja zum Thema): Ich habe höchsten Respekt vor dem Einsatz unserer Soldatinnen und Soldaten am Hindukusch. Besonders glücklich bin ich darüber, nicht so viele Schwächlinge und Zögerer in diesen Reihen zu erkennen. Das wär ja noch schöner, stünde doch in diesem Fall der Taliban schon längst in Berlin.
"Ich war sehr froh, als auch wir Rettungsassistenten zum Sturmgewehr greifen durften. Danach fühlte ich mich nicht mehr so hilflos. Es war total befreiend, endlich zurückschießen zu können. Ich weiß nicht, ob ich jemanden getötet habe. Ich hätte jedenfalls keine Probleme damit, wenn das so gewesen wäre."
(Oberfeldwebel, 29, Führerin eines Beweglichen Arzttrupps, 2009 in Afghanistan)
"Meine Freundin hat Riesenschiss, dass mir was passiert. Ich selbst habe eigentlich keine Angst. [...] Ich mache den Job, weil ich Soldat bin. Es gibt einen Auftrag, es gibt einen Befehl, deshalb mache ich das. Wozu all das gut ist, müssen andere sagen. [...] Finde ich irgendwie bescheuert, dass sie einem das nicht von vornherein sagen, wie lange der Einsatz dauert."
(Stabsgefreiter, derzeit Feldlager Kunduz)
Quelle: Der SPIEGEL, Nr. 16/10, S. 20/21

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