Samstag, 21. August 2010

Laucha!

Wie das so ist, im Leben sollte man ab und zu auf den Rat von vertrauenswürdigen Menschen hören. Nachdem ich T. am Morgen auf dem Weg zur Böhlener Basis mit dem Fahrrad getroffen hatte und dieser (schon der zweite im Bunde) eine tolle Laucha-Prognose abgab, startete ich zusammen mit TePe gegen 12 Uhr gen Westen.

Die Windräder unterwegs waren erste Bestätigungen der guten Entscheidung, der bereits fliegende Schirm am Hang eine weitere. Noch ein bissl beobachten - sieht alles entspannt aus - dann auspacken. Die anderen machen unterdessen gut Höhe, ich schaue nach dem GPS, dem Vario, dem Wind, dem Schirm; und hebe ab.

15 Minuten später und 260 m über Startplatz stiefele ich genau in den Lauchaer Sommerbart. 3-4 m/sec. weiten den Horizont - der Kyffhäuser kommt zum Vorschein, ebenso das Lippendorfer Kraftwerk - und die Gesichtszüge. Nach zehn Kreisen hab ich die 1000 m NN geknackt. Yiiihhhhhhaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhh!!!

Mal wieder eine Premiere: Im Flachland am Hang starten und in einer eingelagerten Thermik aufdrehen. Nach der Premiere ist vor der Wiederholung und so stellte ich mir wiederholt die Frage, was wohl jetzt die bessere Entscheidung wäre. Wegfliegen oder zurück zum Hang und die Aussicht (auch auf einen ziemlich langen Flug) geniessen?

Wegfliegen! Neues Gelände reizt bekanntlich viel mehr als bereits bekanntes Terrain, also ab nach NO. Hätt ich mal meine jetzigen Worte beherzigt, da wäre dieser Bart vor Branderoda wahrscheinlich nicht verloren worden. Glasklar 7 Kreise gen NO gezogen, die ersten Höhenmeter vor dem wahrscheinlichen Zentrum über dem nächsten Dorf eingesammelt und dann? Futsch, die Richtung minimal verlassen und ins Saufloch verabschiedet.

Nun gut, schau ich mir eben Gröst an. Macht auch nicht jeder. Eine Anwohnerin bittet mich in den Schatten ihres Hofes, zeigt die Ställe voller Kaninchen, lässt den 5 Monate alten Hundi glücklicherweise von der Leine und an mir hochspringen und bietet gar eine Rückfahrt nach Laucha an. Soviel Gastfreundschaft bin ich dann doch nicht gewillt anzunehmen (das Mineralwasser genügte), ließ doch das Jenaer Sammeltaxi nicht mehr allzu lang auf sich warten. Viele Grüße von dieser Stelle an Ina, Thomas und Kay. Dankeschön!

Zurück am Berg gab es noch zwei Flüge - den letzten mit Landung an der Unstrut - und einen Aufstieg zu zweit im Schein der untergehenden Sonne zwischen den Weinbergen entlang.

Der Link zum Flug: klick.

Take off
Oben
Unterwegs mit einem Boom Sport
Der Geiseltalsee
The place to be
Süße Bunnies






Ernte im Abendlicht


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