Freitag, 16. Dezember 2011

Die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus)

"Du lebst allein, bist ein perfekter Jäger der Nacht und nur deiner Moral verpflichtet. Tagsüber ruhst du versteckt an einem dunklen Ort, in Tagesschlaflethargie verfallen. Bricht die Dämmerung heran, beginnt dein Körper zu vibrieren, du wärmst dich für die bevorstehende Mission auf und wartest auf die völlige Dunkelheit. Dein Kopf beginnt sich 20 Minuten nach Sonnenuntergang regelmäßig zu heben. Du scannst deine Umwelt nach potentiellen Bedrohungen und Veränderungen ab, willst ungehindert verschwinden können.

Ich stehe seit einer Stunde ehrfürchtig neben dir, du, schutzlos, an einer - für mich Unwissenden - glatten Wand verharrend. Ich erkenne deine Waffen, den Zweck ihres Daseins, deine Schönheit und Hässlichkeit zugleich...."

(Link zum Quelltext)
Die oben erwähnte Moral besitzen Feldermäuse selbstverständlich nur, wenn wir Menschen ihnen eine verleihen. Trotzdem ist das Thema rund um Moral, Rechtfertigung, Autorisierung, Rationalität sehr spannend und ich werde mich im Rahmen einer bald hier zu veröffentlichenden Buchrezension tiefgründiger damit befassen. Dem Leser/der Leserin sei die Frage vorausgeschickt: Ist das grundsätzliche Vorhandensein von Moral ein gutes oder ein schlechtes Kennzeichen unserer Art?

Nun zum heutigen Thema. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Tierfreund bin und kaum einer Mücke etwas zuleide tun kann. Das ist zum einen irrational, gewiss, zum anderen aber auch Ausdruck einer Lebenseinstellung. Warum muss man ein Tier töten, bloß weil es einen vielleicht in der Nacht stechen könnte? Bloß weil es Nahrung für die eigenen Nachkommen benötigt? Bloß weil wir stärker sind, weil es uns stört? Keine Angst, jetzt wird nicht die aktuelle Wendy beworben oder das Fell an den Füßen vom ganzjährigen Barfussgehen gekrault - nein, aber auf den ersten Blick scheinbar unbedeutenden Handlungen wohnt stets eine tiefere Motivation inne. Man sollte die eigenen Motivationen stets hinterfragen; sei es beim morgendlichen Verlassen des Hauses oder bei der abendlichen Mückenjagd.

Was ich damals zum Anlass nahm, erstmalig ein paar Zeilen über eine Fledermaus zu verfassen, war die Entdeckung ihres Sommerquartiers hinter einem Fensterladen. Kürzlich nun bin ich auf ein neues Quartier gestoßen.

Artbeschreibung | Systematik | Verbreitung

Die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) ist eine mittelgroße Art (K+R 45-58 mm, UArm 36,5-42 mm, Spannweite 260-295 mm, Masse 6-14 g) mit dunkel- bis schwarzbrauner, mitunter leicht rötlicher Oberseite.

Die Haarspitzen sind heller, gelbbraun oder weißlich ("bereifter Rücken"). Die Unterseite ist heller als die Os, mittelbraun bis dunkelgrau. Die Ohren sind breit, an der Basis der Innenränder miteinander verwachsen und 11-18 mm lang.

Den deutschen Namen verdankt das Tier seiner kurzen, aufgewölbten Schnauze.



Systematisch nähert man sich ihm wie folgt:

Unterreich: Metazoa (Vielzellige Tiere)
Stamm: Chordata (Chordatiere)
Unterstamm: Vertebrata (Wirbeltiere)
Überklasse: Gnathostomata
Klasse: Mammalia (Säugetiere)
Unterklasse: Eutheria
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Chiroptera (Fledertiere)
Unterordnung: Microchiroptera (Fledermäuse)
Familie: Vespertilionidae (Glattnasen)*
Gattung: Barbastella (Mopsfledermäuse)
Art: Barbastella barbastellus (Mopsfledermaus, SCHREBER 1774)



* es gibt zwei Familien: Glattnasen und Hufeisennasen


Verbreitet ist diese Art in Europa von Südengland bis zum Kaukasus, in Skandinavien etwa bis 60° n. Br. Zwar ist sie deutschlandweit anzutreffen, doch handelt es sich dabei lediglich nur um punktuelle Vorkommen (in Sachsen findet man eine Häufung der Quartiere im Vorgebirgsland und in den Mittelgebirgen (300 bis 500 m NN) selbst), die nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, dass sich die Art auf der Roten Liste befindet und vom Aussterben bedroht ist.
[Übersicht Rote Liste - Bd.1: Wirbeltiere (2009)]

Biologie

Die Sommerquartiere und Wochenstuben (dienen der Jungenaufzucht und sind meist mit nur 10-15 weiteren Weibchen besetzt) befinden sich hinter Baumrinde und in Baumhöhlen aber auch an Gebäuden in engen Hohlräumen, hinter Fensterläden, in Nistkästen u.a. Überwintert wird in Stollen, Kellern, Höhlen oder Gewölben bei Temperaturen zwischen 2 und 5 °C. Als "kältehärteste" einheimische Fledermausart (Stresemann 1995, S. 397) findet man sie vereinzelt auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt noch im Eingangsbereich der Quartiere, sogar "in zugigen, relativ trockenen Bereichen" (Stresemann 1995, S. 397). Erst bei starkem Frost werden die Winterquartiere bezogen und der kurze Winterschlaf (siehe APPENDIX) von XI bis II/IV abgehalten.

Paarungen finden vom Spätsommer bis zum darauffolgenden Frühjahr statt.

Ab Mitte VI (nach einer Tragzeit - von der Außentemperatur abhängig - zwischen 45 und 70 Tagen) Geburt von 1-2 Jungtieren, die mit 2 Jahren geschlechtsreif sind und ein Höchstalter von 23 Jahren erreichen können.



Während der Wochenstubenzeit leben die Männchen getrennt von den Weibchen, allein oder in kleineren Gruppen.

Gejagt wird in den Nachtstunden, wobei der abendliche Ausflug von Fledermausart zu Fledermausart variiert. Eigenen Beobachtungen zufolge verlässt B. barbastellus das Quartier etwa 35 bis 45 min nach Sonnenuntergang (Beobachtungszeitraum: Oktober).

Mithilfe einer Echoortung orientieren sich Fledermäuse im Raum. Dazu werden hohe Töne (Ultraschallwellen zw. 20 u. 215 kHz) durch Maul (Glattnasen) oder Nasenöffnungen (Hufeisennasen) ausgesandt und vom Gehörsinn nach der Reflektion an Oberflächen empfangen. Es entsteht ein "Hörbild" (Stresemann 1995, S. 377) der Umgebung. Dabei nehmen Hufeisennasen gar noch Drähte mit einem Durchmesser von 0,05 mm wahr (Glattnasen: 0,2 mm). Als Beute dienen überwiegend fliegende Insekten (Nachtfalter, Mücken), seltener Spinnen oder Laufkäfer.



Vor einem Monat wurde eine Studie publiziert, die sich mit den Voraussetzungen für den optimalen Empfang der Ultraschallechos bei Fledermäusen beschäftigt.


Das Ergebnis: "die Tiere können die Form ihrer Ohrmuscheln binnen einer Zehntelsekunde extrem verändern." Dadurch wird es ihnen möglich, quasi mit jedem einzelnen Ohr in Stereo zu hören/sehen.

Schutz
"Der Zustand der natürlichen Lebensräume im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten verschlechtert sich unaufhörlich. Die verschiedenen Arten wildlebender Tiere und Pflanzen sind in zunehmender Zahl ernstlich bedroht. Die bedrohten Lebensräume und Arten sind Teil des Naturerbes der Gemeinschaft, und die Bedrohung, der sie ausgesetzt sind, ist oft grenzübergreifend; daher sind zu ihrer Erhaltung Maßnahmen auf Gemeinschaftsebene erforderlich.

Bestimmte natürliche Lebensraumtypen und bestimmte Arten sind angesichts der Bedrohung, der sie ausgesetzt sind, als prioritär einzustufen, damit Maßnahmen zu ihrer Erhaltung zügig durchgeführt werden können. Zur Wiederherstellung oder Wahrung eines günstigen Erhaltungszustandes der natürlichen Lebensräume und der Arten von gemeinschaftlichem
Interesse sind besondere Schutzgebiete auszuweisen, um nach einem genau festgelegten Zeitplan ein zusammenhängendes europäisches ökologisches Netz zu schaffen."
(Link zum Quelltext)
Am 21. Mai 1992 veröffentlichte der Rat der EU die von den damaligen Mitgliedstaaten einstimmig beschlossene Richtlinie 92/43/EWG, kurz: FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat). Sie ergänzt die seit 1979 bestehende Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG).

Ziel war die Errichtung eines zusammenhängenden Netzes von Schutzgebieten, das den darin lebenden Tier- und Pflanzenarten den Fortbestand ihrer natürlichen Lebensräume garantieren soll. Die EU-Mitgliedstaaten wählen in Frage kommende Gebiete selbständig aus. Verschiedene Anhänge dieser o.g. Richtlinien führen Arten und Lebensraumtypen auf, die besonderers schützenswert sind; dazu gehören

a) Gebiete, die natürliche Lebensraumtypen lt. Anhang I der FFH-Richtlinie (Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse) umfassen und
b) Gebiete, die Habitate der Arten lt. Anhang II der FFH-Richtlinie (Arten von gemeinschaftlichem Interesse) umfassen

--> Liste der in Deutschland vorkommenden Lebensraumtypen nach Anhang I
--> Liste der in Deutschland vorkommenden Arten nach Anhang II

Die Unterzeichner der FFH-Richtlinie haben sich verpflichtet, regelmäßig Berichte zur Wirksamkeit der verabschiedeten Maßnahmen an die EU-Kommission zu senden. Es erfolgt deshalb ein Monitoring "über den Zustand und die Bestandsentwicklung" der FFH-Gebiete.

In Sachsen ist dafür das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zuständig.

* FFH-Arten in Sachen
* FFH-Gebiete in Sachsen
* FFH-Fläche in Sachsen

Zu finden ist die Mopsfledermaus leider im Anhang II der FFH-Richtlinie, was uns zu der Frage bringt, wie wir ihren Fortbestand bestmöglich schützen können.

Gefährdungsfaktoren für die Art ergeben sich hauptsächlich aus der Aufgabe der naturnahen Waldbewirtschaftung (Verlust an Altholzbeständen), aus der Sanierung von Gebäuden (Verlust von Mauernischen, offenen Kellern, Gewölben), aus Störungen während des Winterschlafs, aus einem möglichen Nahrungsmangel durch Landschaftsveränderungen und den Einsatz von Insektiziden und aus einer Zunahme des motorisierten Individualverkehrs (in Leipzig hat man auf der in die Stadt führenden Südmagistrale ein auf 800 m beschränktes Teilstück der B 2 zum Fledermausschutz mit einem Tempolimit von 50 km/h versehen. Ein guter Ansatz. Doof dabei: Es gilt ganztägig!!!).

Helfen können der Mopsfledermaus folglich vor allem Förster und Landwirte. Wenn erstere vermehrt Totbäume stehen lassen, findet die Fledermaus genügend Quartiere. Außerdem bietet eine naturnahe Forstwirtschaft mit strukturierten, artenreichen Mischwäldern auch für die Beutetiere eine verbesserte Lebensgrundlage. Ebenso wichtig sind der Erhalt bzw. die Anlage von Gehölzstrukturen entlang wenig genutzter Wege (Stichwort Benjeshecken).

Die Landwirtschaft ist angehalten, auf Pestizide völlig oder - wenn unverzichtbar - zumindest in großem Maße zu verzichten. Denn über die Nahrungskette werden Umweltgifte konzentriert und in den sich an der Spitze befindenden Konsumenten akkumuliert. Bei der Raumplanung sollte ein Verzicht auf "Straßenneubauten im Umkreis von 10 km um Wochenstubenquartiere" eingehalten werden. Und bei der Wohnraumsanierung, -planung sollte über die Integration bzw. (besser!!!) den Erhalt von Quartiermöglichkeiten nachgedacht werden.

Mir ist bewusst, dass nicht jede neue Straße etc. aufgrund von Fledermausquartieren entweder komplett verlegt oder gar überhaupt nicht gebaut werden kann. Das will keiner. Aber ich möchte unser aller Bewußtsein erweitern. Erweitern um die Belange von Arten, deren Leben nicht weniger wert ist als das unsere. Nicht zuletzt die Mopsfledermaus können wir durch einen überlegten und nachhaltigen Lebensstil vor dem Aussterben schützen. Machen Sie den ersten Schritt. Danke.

APPENDIX

* Informationen zur hochentwickelten Sozialstruktur bei Bechsteinfledermäusen

 * Winterschlaf und Winterruhe

Tiere haben verschiedene Strategien entwickelt, um mit den klimatischen Bedingungen in den gemäßigten Breiten zurecht zu kommen. Während sich etwa viele Vogelarten im Spätherbst gen Süden verabschieden, bleibt den heimischen Säugetieren nur das Vertrauen in spezielle Fähigkeiten, um die kalte und vom Nahrungsmangel gekennzeichnete Jahreszeit zu überleben.

Winterschlaf und Winterruhe sind zwei dieser Strategien, deren Funktionsweise im folgenden kurz beschrieben werden soll.

Winterschlaf

Während des Winterschlafes laufen sämtliche Lebensfunktionen auf Sparflamme, der Biologe spricht von "tiefem Torpor" oder "Winterdormanz". So fällt bei Fledermäusen die Herzschlagfrequenz von üblichen "240 bis 450 Schlägen pro Minute" auf im Winterschlaf nur noch 18 bis 80 Schläge/min - das Schlagvolumen bleibt unverändert. Geatmet wird einmal pro Stunde.



Einschlafen

Voraussetzung für diesen Ruhezustand ist die Anlage ausreichend großer Fettreserven, von denen der Körper bis zum Frühjahr zehren kann. Noch nicht einig ist man sich über den Auslöser für den Eintritt in den Ruhezustand. Es sind derer wahrscheinlich mehrere: Äußere Faktoren wie das Sinken der Außentemperaturen, Nahrungsmangel, kürzere Tageslängen (Umstellung des Hormonhaushalts - verringerte Vitamin D-Produktion z. B.) und innere Faktoren wie chronobiologische Effekte dürften verantwortlich sein für die Bildung von Fettdepots. Fettdepots wiederum erhöhen die Schlafbereitschaft (Exkurs: Ob es da Verbindungen zum Homo sapiens sapiens gibt?).

Viele Winterschläfer wachen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen auf, um Urin und Kot abzugeben. "Während des Winterschlafs ist die Solltemperatur im Regelzentrum um 20 °C oder mehr niedriger eingestellt als unter Normalbedingungen." 
(Eckert 2002, S. 817)

Bei Temperaturen von über 0 °C halten Winterschläfer ihre Körpertemperatur etwa 1 °C über dem Umgebungsniveau. Sinkt die Umgebungstemperatur weiter ab, wird die Stoffwechselrate hochgefahren, um entweder die niedrige Körpertemperatur konstant zu halten oder um aufzuwachen.

In Verbindung mit der gedrosselten Stoffwechselrate verringert sich auch der Blutfluß auf etwa 10 % gegenüber den Normalbedingungen. Allerdings werden Kopf und braunes Fettgewebe viel stärker versorgt als andere Gewebe (vgl. Eckert 2002, S. 817f).

Fledermäuse legen im Herbst beim Aufbau des Fettgewebes 20 bis 30 % an Gewicht zu. Störungen (bspw. fallende Temperaturen - siehe oben - oder andere Faktoren) führen bei häufigem Auftreten zu einem ungeplanten und damit potenziell lebensbedrohlichen Aufzehren der Energievorräte (--> Schutz).

Aufwachen

Werden die Tage länger und steigen die Außentemperaturen, erwachen auch die Winterschläfer wieder zu neuem/altem Leben.

Inwieweit die Konzentration von Stoffwechselendprodukten diesbezüglich eine Rolle spielt, ist noch Gegenstand der Forschung. Gesichert ist jedoch, dass für das Aufwachen Energie benötigt wird. Und diese kommt aus dem braunen Fettgewebe "im Schulter- und Nackenbereich" (um zuerst den wichtigen Kopf- und Brustbereich zu erwärmen); sind 15 °C überschritten tritt unterstützendes Muskelzittern auf.

Erdhörnchen wachen übrigens in weniger als 3 Stunden auf (Eckert 2002, S. 818), Fledermäuse benötigen dafür immerhin nur 30 bis 60 Minuten.


Winterruhe

Unter den großen Säugern gibt es keine echten Winterschläfer. Auch Bären verfallen nicht - wie oft kolportiert - in einen richtigen Winterschlaf. Stattdessen halten sie Winterruhe. Sie halten WINTERRUHE.

Die Herzschlagfrequenz wird reduziert und die Körpertemperatur sinkt um nur wenige Grad ab (Bsp.: Dachs, Eichhörnchen, Waschbär und Braunbär) - ein Fakt der zwar unscheinbar ist, aber tatsächlich über Leben und Tod, sprich: zuviel Energie verbrauchen oder nicht, entscheidet.

Mit ihrer großen Körpermasse und aufgrund des günstigen Volumen-Oberfläche-Verhältnisses (--> Bergmannsche Regel) können Bären genügend Energiereserven speichern und den Winter mit nur minimal abgesenkter Körpertemperatur überleben - das Aufwachen dauert deshalb nicht lang (Vorsicht bei Wintertouren im hohen Norden!). Im typischen Fall schlafen Bären aber lange Zeiträume im Zustand der Winterruhe, wobei Stoffwechselendprodukte im Körper zurückgehalten werden. Selbst die Geburt der Jungtiere erfolgt während der Winterruhe.

In Zoos halten Bären übrigens keine Winterruhe. Und keinen Winterschlaf.

Warum gibt es keine "großen" Winterschläfer?
Weil ihr normaler Grundumsatz im Verhältnis zu den Energiespeichern relativ gering ist. Außerdem würde es wegen der großen Masse und der relativ niedrigen Stoffwechselrate lange dauern (24 - 48 h) und sehr energieintensiv sein, um etwa einen 200 kg schweren Bär von 5 °C Körpertemperatur auf 37 °C Körpertemperatur "aufzuheizen".

Zum Schluß: Es wirkt ein wenig wie Haarspalterei, aber die Wissenschaft hat nun mal ihre Definitionen. Und die besagen, dass echter Winterschlaf mit einer deutlichen Absenkung der Körpertemperatur einhergeht. Winterruhe nicht.

* Linkliste der ETH Zürich zum Winterschlaf
* Japaner können Winterschlaf

PS: Die Fettverbrennung während des Winterschlafes soll auch beim Menschen genutzt und künstlich herbeigeführt werden

Gute Nacht.

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Verwendete Literatur:

BOSCH, Stefan (2001): Leben auf Sparflamme. Wie Tiere im Winterschlaf die kalte Jahreszeit überstehen. In: Naturschutz heute. Ausgabe 04/01 vom 26. Oktober 2001

ECKERT, Roger (2002): Tierphysiologie. 4. Aufl. Georg Thieme.

STRESEMANN, Erwin (1995): Exkursionsfauna von Deutschland. Bd. 3 Wirbeltiere. Gustav Fischer.

Steckbrief

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