Freitag, 23. November 2012

Auf dem Leipziger Südfriedhof

Der mit 78 ha größte innerstädtische Friedhof Leipzigs ist zugleich einer der größten parkähnlichen Friedhöfe in Deutschland. Der Architekt Hugo Licht (1841-1923) entwarf die Anlage gemeinsam mit dem städtischen Gartendirektor Otto Wittenberg, der Bau begann 1885. Insgesamt über eine halbe Million Menschen fanden hier in den Jahren ihre letzte Ruhestätte (das entspricht in etwa der gesamten gegenwärtigen Einwohnerzahl Leipzigs).

Sein Zentrum markiert ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtetes eindrucksvolles Gebäudeensemble, bestehend aus Krematorium, Kapellenanlage und Kolumbarium (ein Bauwerk zur Aufbewahrung von Urnen und Särgen). Unübersehbar ist der 63 m hohe Glockenturm, der nicht von Ungefähr den Charakter einer romanischen Klosteranlage betonen soll.

Das Wegenetz der sich unmittelbar an den Gebäudekomplex anschließenden Abteilungen ähnelt im Grundriss einem Lindenblatt. Die Planer fanden mit dieser Gestaltung einen Weg, den slawischen Ursprung Leipzigs - "Der Ort, an dem die Linden stehen" - in Erinnerung zu behalten.

Doch nicht nur der Mensch findet im weitläufigen Areal seine Ruhe, auch für die Natur wurden ganz eigene Rückzugsgebiete geschaffen. Und zumindest für die hiesige Eichhörnchenpopulation besteht keine Not, über den Winter zu kommen. Im Gegenteil, sie schwelgen dermaßen im Nahrungsüberfluss, dass man auf den Bänken gar unberührte (von den Menschen vorgeknackte!) Nussdepots liegen sieht. Einen Überfluss an Farben wird es gewiss im nächsten Frühjahr wieder geben - denn dann blühen die über 9000 Rhododendren.

Alle gezeigten Motive befinden sich entlang dieses Weges:



[Eine Liste beigesetzter Persönlichkeiten]


[Übersichtskarte zur Lage der Abteilungen als PDF]

Zu sehen sind im Folgenden 59 Fotos.




























































1 Kommentar:

Axel hat gesagt…

Abend Christian,

schöne Bilder sind das mal wieder. Wann können wir mal wieder persönlich mit Dir rechnen?

Liebe Grüße

Axel