Donnerstag, 16. Oktober 2014

1. Grimmaer Airlebnistage | 02. - 05.10.2014

Eine Veranstaltung für verschiedene Luftsportarten an der Mulde? Ob wir da mitmachen wollen? Ja, selbstverständlich! Auf Einladung von Fliegerfreunden aus Taucha und Leipzig beteiligte sich unser Verein sowohl am Freitag, dem Tag der Deutschen Einheit, als auch samstags am Programm in Nerchau bei Grimma.

Zentraler Bestandteil dieser geglückten Premiere waren zahlreiche Ballonfahrer aus nah und fern, die von Donnerstag bis Sonntag jeweils zweimal täglich zu PassagierFAHRTEN abhoben. Tagsüber nutzten das große Gelände die Kinder zum Drachensteigen, die Modellflieger, ein Hubschrauber aus Thüringen für Gästeflüge ... und wir Gleitschirmpiloten.

Man hatte uns eine Schleppstrecke in die saftig grüne Muldenaue gemäht, sodass prinzipiell nur die Winde aufgestellt und gestartet werden musste. In etwa 80 Metern Entfernung neben dem Windenstellplatz befand sich der Start- und Landebereich des Hubschraubers. Ein Problem? Nein. Denn Flugfunk und die vorherige Absprache der jeweiligen Flugrouten zwischen uns Piloten erlaubte einen unkomplizierten und angenehm stressfreien Parallelflugbetrieb. Wir haben das schon anders erlebt...

Den Autor dieser Zeilen eingeschlossen waren am 4. Oktober ab 11 Uhr 7 Piloten anwesend, um die Gleitschirmfliegerei den geschätzt 2.000 Gästen auf dem Areal unterhalb von Nerchau vorzustellen. Tatsächlich erhielten wir etliche Anfragen zu unserem Sport bzw. für Tandemflüge. 22 sichere Starts und Landungen wurden bis in den Nachmittag hinein absolviert, dank eines strammen Südostwindes trotz relativ kurzer Schleppstrecke bis in Höhen von über 200 m NN.

Ich starte - stilecht mit Fahrradschuhen.

Links oben: Nerchau; im Vordergrund: das Veranstaltungsgelände; rechts: die Mulde.

Wo ist mein Schatten?

 

Besonders schön war der Anblick zweier gleichzeitig in der sanften Thermik über dem Platz kreisender Schirme gegen 16 Uhr. Auf die sich bereits abkühlende Wiese mit kälterer Luft, legten sich nämlich wärmere Luftmassen von den Feldern des Umlands außerhalb der Talsenke. Innerhalb der wärmeren Luft konnten 15 und mehr Minuten Flugzeit genossen werden - incl. eines weiten Blickes ins Muldenland. Die Passagiere des Helikopters erhielten ihrerseits lediglich max. 10 Minuten Flugzeit - für 35 Euro pro Nase. ;-)

Sanfte "Nullschieber"-Thermik. Wo sind die zwei Schirme?










So fliegt es sich am umweltfreundlichsten.



Lange Schlangen bildeten sich ab 18 Uhr vor den auf solchen Veranstaltungen noch immer unvermeidlichen Grillständen mit "Riesen-Bratwürsten"; deren Geschmack - nach Aussage meines Kompagnons - zu allem Überfluss "nicht die Welt" war. Zur Konsistenz der Brötchen möchte ich an dieser Stelle keine Beschreibung wagen.

Dorffest bleibt Dorffest, egal welchen Namen man ihm verpasst. Insofern hielt uns einzig die Aussicht auf Fotos vom Ballonglühen nach Ende des Fliegens noch vor Ort. Die Entscheidung dagegen fiel leider erst gegen 19.30 Uhr, als klar war, dass der Wind sich heute auch in den Abendstunden nicht legen wird. Böen mit 15 kt in 20 m Höhe gefährden Ballons und Gäste verständlicherweise.

Gas verschwendet wurde trotzdem: bei der Brennerparade.



Die Brennerparade als Ersatz für das Ballonglühen.



www.airlebnistage.de

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