Montag, 6. April 2015

So riecht und schmeckt der Frühling – Bärlauchpesto selbst gemacht

Wenn die ersten wärmenden Sonnenstrahlen den Boden des Auwaldes erreichen, zögerliches Vogelgezwitscher durch die noch kahlen Wipfel schallt, dann wird aufmerksamen Menschen- und Hundenasen der typisch würzige Duft des Bärlauchs nicht entgehen. Auf unseren regelmäßigen Laufrunden konnten wir mit Staunen beobachten, wie schnell sich der braune Waldboden in ein grünes Meer verwandelte. Nur wenige Wochen sind es, in denen das zarte Grün vor der Blüte genießbar und in der Küche willkommen ist. Und so dauerte es nicht lange, bis auch wir tief in den Wald vordrangen und möglichst fernab von Straßen und den üblichen Gassirouten unseren Korb füllten.

Ein Pfad im Auwald.

Die frischen, jungen Blätter verleihen Salaten eine dem Knoblauch nicht unähnliche Geschmacksnote und können auch sonst wie andere Kräuter zum Verfeinern von verschiedenen Speisen verwendet werden. Besonders lecker ist jedoch die Kombination von Bärlauch und Spargel – dumm nur, dass frischer Spargel zumindest in unserer Region noch auf sich warten lässt. Was also tun? Richtig: Haltbarmachen! Dazu bieten sich Pesto oder eine simple Kräuterpaste an.

Hier zunächst die Anleitung für selbst gemachtes Bärlauchpesto – Step by Step:

  1. Die frischen Blätter werden vorsorglich mit kochendem Wasser überbrüht. Das macht potentiellen Keimen den Garaus, schützt außerdem vor den Eiern des Fuchsbandwurms.

  2. Die Bärlauchblätter werden...

    ...mit kochendem Wasser übergossen.

  3. Nach dem Überbrühen (Achtung, heiß!) werden die Blätter sanft ausgedrückt. Die so entstandenen "Päckchen" lassen sich gut hacken, das erleichtert dem Pürierstab später die Arbeit. ;-)



  4. Die grob zerkleinerten Blätter werden nun zusammen mit Pinienkernen, Olivenöl und etwas Salz zu einer glatten Paste püriert. Diese in Gläser geben, mit etwas Öl auffüllen – fertig!











Das so zubereitete Pesto schmeckt besonders lecker in Kombination mit Pasta und weißem oder grünem Spargel. Wer den Bärlauch gern für Saucen, Brotaufstriche oder Salatdressings haltbarmachen möchte, kann nach der oben aufgeführten Anleitung auch eine Würzpaste herstellen – dafür lässt man einfach die Pinienkerne weg.



GUTEN APPETIT!

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