Sonntag, 4. April 2010

Einmal Kriebstein bitte

Nachdem ich Mario am gestrigen Samstag kurz vor seiner 360 km-Session in Kalifornien noch eine gute Fahrt gewünscht hatte, zog es auch mich mit dem Rennrad hinaus. 14 Uhr kam ich los, 18.30 Uhr musste ich zurück sein ... da geht einmal Kriebstein :-).

Die ganze Woche blieb das Rad zugunsten des Lauftrainings im Haus, einzig die STI-Position hatte ich vor wenigen Tagen verändert. Heute war also ein Test in zweierlei Hinsicht angesagt: Passt die Handhaltung und passt die Pace?
Über Espenhain, Pötzschau, Oelzschau, Otterwisch und Bernbruch ging es in Richtung Großbothen. Zwei Radler tauchten kurz im Augenwinkel auf, verschwanden aber nach 3 km wieder aus dem Sichtfeld. Zu früh gefreut, Jungs. Hinter Großbothen quert man die Mulde und radelt über Kössern, Podelwitz nach Zschadraß. Wer mag, kann hinter der Klinik im Stadtpark einen kleinen Bergtest veranstalten. Auf der B 176 ging es weiter bis kurz vor Hartha, um am Kreisverkehr die erste Abfahrt zu nehmen und in Altgeringswalde der Ausschilderung "Talsperre Kriebstein" zu folgen.

Immer wieder schön zu beobachten ist das massenhafte Auftreten von natursüchtigen Wander(oder Futter?)freunden an besonders reizvollen Tourizielen. Der Parkplatz sprach Bände und ich sah zu, schnell mein Programm abzuspulen und wieder zu verschwinden. An der Burg einmal runter, über die Zschopau, wenden und wieder hoch. Der steilste Anstieg in unserer "Umgebung" ist leider recht kurz, bot heute aber dennoch eine gute Show ;-). So, oben flux einen Molkeriegel einschieben und dann retour. Der NW hatte schon nachgelassen und sollte bis zu meinem Eintreffen in Bad Lausick gänzlich eingeschlafen sein. Vorher galt es aber noch, die mich immer wieder in ihren Bann ziehende Landschaft rechts und links des Aubachs im SO von Rochlitz zu durchrollen. Traumhaft schöne schmale Sträßchen führen vorbei an Streuobstwiesen, Laubenpiepergärten, kleinen Waldstücken und Apfelplantagen.

Entlang des Mulderadwegs kommt man von Rochlitz aus auf sicherstem Wege bis nach Sörnzig. Halt, da war vorher noch was: Ich musste nach einem kleinen 10%-Test mit 53/19 herzhaft Lachen und behielt das Grinsen noch die nächsten 3 km bei. Hach ja, es wird langsam.
In Sörnzig geht es erneut über die Mulde (diesmal die Zwickauer), dann hinauf zum Rochlitzer Berg, um anschließend das Flachstück gen Heimat in Angriff zu nehmen. Die Pseudo-Pros benötigen angeblich 8:30 min für den Anstieg (Mulde - Gipfel). Ich bin im gelben Bereich gefahren und hab 10 min gebraucht. Das passt.

Kein Wind mehr, leicht abfallendes Gelände, 35 km/h liegen an. Von Beucha bis Kitzscher hatte ich kurzzeitig die Windschattenunterstützung eines Düngefahrzeugs, dahinter blieb auf den restlichen Kilometern der Ehrgeiz trotzdem erhalten, ja, es reichte sogar für diverse Sprints bis zum Abregeln durch die Oberschenkel.

Tourdaten:

 * 144 km
 * 1203 hm
 * 5:06 h Fahrzeit
 * 17 min Pausenzeit

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