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Sonntag, 19. April 2015

39. Stadtwerke Leipzig Marathon - ein Erlaufungsbericht

  • 9.057 Starter auf Strecken zwischen 4 km und 42 km,
  • 2.827 Anmeldungen für den Halbmarathon,
  • 772 Anmeldungen für den Marathon,
  • 531 Männer und 86 Frauen erreichen das Ziel auf der längsten Distanz,
  • Sieger wird ein Äthiopier aus Leipzigs Partnerstadt Addis Abeba in 2:21:53 h,
  • Siegerin eine Deutsche aus Leipzig in 2:57:35 h.

Fünf Jahre ist es her, dass ich selbst erstmalig im Startbereich dieser Veranstaltung Aufstellung bezog, vier Jahre liegen jene Eindrücke schon wieder zurück.

In der Zwischenzeit ist abseits der Laufstrecke viel passiert, u.a. ein Ereignis in dessen Folge sich meine Sicht auf verschiedene Lebensbereiche verändert hat. Unsere Zeit ist begrenzt, wir müssen mit der eigenen Persönlichkeit Frieden schließen, mit ihr zusammenarbeiten, sie respektieren. Wir müssen unsere Ziele klar benennen und dafür aktiv eintreten. Was ich will? Nun, dieser Blog ist ein großes Puzzlespiel. In unregelmäßigen Abständen erscheint ein neues Stück, das zu einem der vorherigen passt. Irgendwann bilden diese Teile ein großes Ganzes, das sich das Leben des Autors nennt.

Sonntag, 28. September 2014

Immer wieder Kenia ... und Äthiopien

Glückwunsch zum neuen Marathon-Weltrekord! Unglaublich!

Der heute gleich von zwei (!!!) Läufern in Berlin unterbotene alte Rekord von Wilson Kipsang aus dem Vorjahr lag bei 2:03:23 h. Die neue Bestmarke wird gehalten von Dennis Kimetto, einem 30-jährigen Kenianer, der heute nach 2:02:57 h die Ziellinie passierte. Die Damenwertung gewann Tirfi Tsegaye aus Äthiopien in 2:20:18 h (1:06 Minuten über dem Streckenrekord von Mizuki Noguchi aus dem Jahr 2005).

Vor 40 Jahren siegten übrigens zwei Deutsche: Günter Hallas (2:44 h) und Jutta von Haase
(3:22 h). Sowas wird es nie wieder geben.

Ich sollte mir fortan das letzte September-Wochenende für eine Radtour in die Hauptstadt reservieren...

Mein Blogartikel vom 29.09.2013: Projekt 421,95

Sonntag, 29. September 2013

Projekt 421,95

Ich gebs ja zu: Die Entscheidung fiel relativ spontan. Angedacht war an dem WE zwar eine längere Tour, aber am Samstag und dann auch nicht allein. Der Berlin-Marathon findet jedoch am Sonntag statt. Hmm, klarer Fall, leider. Nach einigen Stunden Baumpflege am Samstag, packe ich gegen 17.30 Uhr meine Sachen für die kommende Tagestour. Die Nachttemperaturen riechen bereits nach Winter, denn in Senken kann das Wasser stellenweise den Gefrierpunkt erreichen. Ergo werden lang-lang (nein, nicht der Pianist :-)) getragen, die Helmmütze aus dem Schrank gekramt und die langen Handschuhe angezogen. Zwischen 20.30 Uhr und 0.30 Uhr sammle ich ein paar Stunden Schlaf, dabei wissend, dass ich dank des leicht erhöhten Adrenalinpegels keinen Wecker nötig habe. 0.45 Uhr blicke ich zum ersten Mal in die sternenklare Nacht, es hat 4 °C.

Freitag, 14. Dezember 2012

Was läuft da schief?

Auf marathon4you wurde kürzlich von Andreas Butz ein interessanter Beitrag zu den seiner Meinung nach 12 häufigsten Fehlern rund um einen Marathon veröffentlicht. Speziell interessiert den Autor, warum so viele Hobbyläufer auf den letzten Kilometern "einbrechen" und ihre beabsichtigte Zielzeit somit verfehlen. Beleuchtet werden das Training, der Wettkampf sowie die Ernährung.

VORBEREITUNG

Fehler 1: Zu kurze Vorbereitungszeit
Fehler 2: Zu wenig lange Dauerläufe
Fehler 3: Zu schnelle Dauerläufe
Fehler 4: Zu viele Wettkämpfe
Fehler 5: Kohlenhydratzufuhr bei langen Läufen
Fehler 6: Zu kurze Regeneration vor dem Marathon

Montag, 26. April 2010

Mein erster Leipzig Marathon

Geträumt habe ich von folgender Überschrift für diesen Blog-Eintrag: "Laufend durch die Schallmauer", denn es wäre eine schöne Metapher für das Unterbieten der 3 h-Marke gewesen. Es sollte anders kommen.

Der Morgen des 25.04.2010 begrüßt mich mit jubilierenden Staren auf den Kastanien und jagenden Schwalben am Himmel. Keine Wolke ist zu sehen, ein schwacher Wind weht und im abendlichen Wetterbericht sollte sich 13 Stunden später die Bestätigung für den ersten "Sommertag" des Jahres finden.

Aufwärmen

Sicherheitsnadeln wollte ich noch bereitlegen, ein Handtuch? (nicht nötig, rollst ja danach wieder heim), die Laufsachen werden unter Jeans und T-Shirt gezogen, 2 Molkeriegel kommen in den Rucksack zusammen mit 1,5 l Apfelschorle (versetzt mit Traubenzucker). Außer Müsli und einer Scheibe Brot mit Erdbeermarmelade gibt es beim Frühstück keine Experimente - warum auch. Gegen 8.20 Uhr breche ich mit dem Rad zum Start auf, eine knappe Stunde Fahrzeit in der Morgensonne erwärmt die Muskeln.

Nach 15 Minuten ein Anruf von U.: Wann man mich wo treffen könne. "Na ja, ab 13 Uhr im Zielbereich" ist meine positive Antwort. Weiter gehts in die Stadt, vorbei an den Straßensperren und schon auf einem Teil meiner späteren Laufstrecke rollend. Angekommen an der Ernst-Grube-Halle schließe ich mein Baby an und gebe in der Halle den Rucksack ab.
Die Nieren haben ihren Dienst scheinbar schon auf's Extreme eingestellt, denn viel kommt nicht mehr heraus. Hauptsache, Magen und Darm sehen das genauso.
Im Startbereich zwischen Arena und Festwiese werden gerade die Inlineskater auf die HM-Strecke geschickt - die Mädels zuerst - mit der Ankündigung, die Männer hätten die Frauen nach einem Drittel, spätestens nach der Hälfte der Strecke eingeholt. Besser, als andersherum, oder? ;-)

Pacemaker

9.55 Uhr, ich sehe den Zeitläufer für 2:59 h, Jörg Richter von der "LG eXa", im schwarzen Shirt und mit Basecap, umringt von schätzungsweise 20 Läufern, auf den Startschuss warten.
OBM Jung und Franziska Schenk (letztere mit ungesund viel Schminke im Gesicht und ersterer recht wortkarg) halten die Pistolen in den Händen und schicken die 664 Läufer mit einer Minute Verspätung 10.01 Uhr auf die 2 Runden durch Leipzig.

Ich habe mir in den Kopf gesetzt, an einem Läufer daranzubleiben, der im letzten Jahr hier in Leipzig eine 2:45 h gelaufen ist und vor 2 Wochen den Muldentaler Städtelauf (HM) in 1:12 h gewonnen hat. Ja, das hab ich.
Erste Beschnupperungen in der Gruppe, ein jeder schaut den Nachbarn an, okay, piepende Uhr mit Kilometerpace ist Standard, Laufclubshirt auch ... und Kompressionsstrümpfe.
Wie, schon 5 Kilometer? Am Innenstadtring ist ein außerplanmäßiger Getränketisch aufgebaut, den ich links, nein, rechts liegen lasse.
Kurze Zeit später kommt die "offizielle" Getränkestelle und alle tanken auf. Jörg schaut sich immer wieder um - im Gesicht kein Anzeichen von Rötung - und achtet auf die Geschwindigkeit. Alles (noch) kein Problem, ich komme gut mit, passiere das Völkerschlachtdenkmal in der Gruppe und biege an der Connewitzer Straße auf den vielleicht schönsten Streckenabschnitt des Tages ein. Rechts der Südfriedhof, links Gärten, Schatten und ein leichtes Gefälle wirken in Summe beruhigend. Hach ja, das läuft gut.

Die Zwischenzeitnahme für 10 Kilometer steht bevor, piep piep, 42 Minuten. Niedlich.
Wir kommen an die Richard-Lehmann-Straße und müssen einen 700 m-Schlenker gen Ost in Kauf nehmen. Motivierend kann es trotzdem sein, sofern man auf der "Gegenspur" potentielle Beute erblicken kann.
Vorbei am MDR-Gebäude, rechts abbiegen in die August-Bebel-Straße, trinken, links weiter auf den Schleußiger Weg. Ich bin jetzt leider allein unterwegs, denn an der vorangegangenen Getränkestelle wollte ich nicht wieder die Hälfte verschütten und stattdessen auch mal einen kompletten Becherinhalt in den Magen befördern, habe aber noch Sichtkontakt. Sowas macht man doch nicht Christian, es sei denn, du willst sprinten, um Anschluss halten zu können. Will ich nicht.

Erich-Zeigner-Allee, Lützner Straße, Jahnallee, piep piep, die erste Runde ist in 1:25 h absolviert.

Kick ass

Ich werde langsamer, sehe die 2:59 h-Gruppe nur noch andeutungsweise ... und muss mich doch ab jetzt nur noch auf den eigenen Lauf konzentrieren.
Endlos lang zieht sich die Prager Straße, ein Läufer im blauen Shirt gibt mir Halt, die Getränkestellen werden zu Schreinen der Wiedergeburt. Sommertag, da war doch was. 25°C stellen die Kühlfunktionen des Körpers auf eine Probe, und selbiger will einfach nicht anhalten. Will er schon, die rudimentären Hirnfunktionen lassen es aber nicht durchgehen. Wieder am Völkerschlachtdenkmal, ein Ruf: "Christian!" Schön, schön: K., A. und M. haben sich hier postiert und auf mich gewartet. Eine mentale Unterstützung, die ich dringend nötig habe.

Foto: M. R.
Mit den Rädern begleiten sie mich bis kurz vor das Ziel. Soweit ist es aber noch lange nicht, stehen mir doch nach der letzten Zeitnahme noch 11 km bevor. Los: Beißen, beißen! Mein Kreislauf ist nicht das Problem, wohl aber die Beine. Da geht nicht mehr viel, sogern ich auch wöllte. Am MDR ist ein Mädel ausgestiegen, laut Aussage von A. die bis vor kurzem Zweite ihres Geschlechts. Gut zu wissen, dass es auch Semi-Pros entschärfen kann.
Foto: M. R.
August-Bebel-Getränkestelle, Schleußiger Weg - eine halbe Flasche Wasser von M. findet den Weg auf meinen Kopf. Ob ich das bloß aus psychologischen oder doch aus physiologischen Gründen getan habe - ich weiß es nicht. Aber die Rosinen schmecken gut.

Foto: A. L.
Endspurt - schön wär's - die letzten 2 Kilometer stehen an, die Uhr verheißt nichts allzu tolles (3:19 h), aber dieses Ziel lass ich mir nicht nehmen, nie mehr!!!
Das Elsterbecken wird passiert, ich biege ein auf die Zielgerade. Cheerleader im Spalier (ich habe keinen Blick mehr für ihre Physiognomie), die Arme gehen nach oben (sieht auf Zielfotos immer geil aus) und es macht bei 3:29:13 h (Platz 99 Gesamt, Platz 19 AK) zum letzten Mal für heute "piep piep".

Der Autor auf der Zielgeraden | Foto: A. L.
Nachtisch

5 Minuten gönne ich mir anschließend im Schatten auf der Wiese - lang ausgestreckt und mit einem Gefühlspendel zwischen "happy" und "unbeteiligt".
Dann geht es (langsam) auf die andere Seite der Straße zur Begrüßung der jungen Familie. F. bekommt die Medaille erstmals probeweise umgehangen - steht ihm gut - und ich schnappe mir am Sponsorenstand das erste von zwei kühlen Radlern.
Das Massagezelt ist überaus winzig - wenn man den mir bekannten Guts-Muths-Rennsteiglauf zum Vorbild nimmt - mit 6 Liegen bei einer aus 3 Leuten bestehenden Warteschlange aber scheinbar doch ausreichend bestückt.
Kurze Zeit später vermisse ich das Beißholz an der Liege, denn, auf dem Bauch liegend, ahmt mein Kopf die Bewegungen eines Blinkers nach, an dessen zugehörigem Haken gerade angebissen wurde.

Auuuuuuaaaaaaaaaaaaaaaa!!! Nach Aussage des Masseurs werde ich die Wohltat morgen spüren. Gut, ich vertraue dir.

Inmitten meiner treuen "Supporter" glücklich im Zielbereich neben dem Massagezelt
Wieder im Freien, verabrede ich mich mit den treuen Streckenbegleitern auf ein Eis und kann vorher sogar (mit Handtuch!) noch duschen. An dieser Stelle vielen Dank an den netten Läufer, der mir Duschbad und Handtuch zur Verfügung gestellt hat.

"Wundertüte" nannte sich übrigens die süße Versuchung vor meiner Heimfahrt. Das waren 4 Kugeln Eis in großer Waffel, die gemeinsam mit 6 Freunden am Tisch genossen wurde.

PS: Einen Mitläufer der 2:59 h-Gruppe hatte ich zufällig im Zielbereich wiedergesehen. Er meinte, noch nie soviel getrunken und noch nie so gekämpft zu haben. Die Gruppe ist nach und nach zerfallen, nur 3 Leute (Jörg inbegriffen) haben es geschafft. Glückwunsch!

Mir steht der Kampf noch bevor und heute freue ich mich bereits wieder darauf.

Sonntag, 7. Juni 2009

Das "Wunder von Altenburg"

Gestern war es nun also soweit - mein erster Marathon in diesem Jahr sollte stattfinden. Die Skatstadt in Thüringen wartete mit einer Laufpremiere auf, deren Fortführung in den nächsten Jahren nur zu wünschen ist. 9:30 Uhr parke ich vor dem "Goldenen Pflug": Registrierung, Duschen und Massagemöglichkeiten sind hier unter einem Dach vereint. Circa 5 Minuten zu Fuß geht es nach Abholung der Startunterlagen anschließend hinab zum Marktplatz. Warum Altenburg den Beinamen "Stadt der sieben Hügel" trägt, kann der Besucher spätestens auf diesem kleinen Spaziergang erstmalig erahnen. Über 1600 Starter hatten sich in die Meldelisten eingetragen für so unterschiedliche Läufe wie etwa jenen der Bambinis, jene diverser Schulklasen, 11 km, Halbmarathon, Marathon. Frei nach Achim Achilles durften selbstverständlich auch die "Stockenten" bei dieser Veranstaltung nicht ausgeschlossen werden ;-))

Start des Marathons
Kurz vor 11 laufen die letzten der Schüler ins Ziel und meine Strecke wird als nächstes ausgerufen. Hmm, ab Mittag sind Regenfälle prognostiziert, bei starkem Westwind und 13°C. Die Laufweste bleibt deshalb angezogen, lediglich der Zippärmel entledige ich mich. 11:05 Uhr Startschuss, es gibt kein Zurück mehr!
Gleich zu Beginn geht es bergauf über vermaledeites Kopfsteinpflaster, zusammen mit 153 anderen Marathonis, 300 Halbmarathonis sowie 187 Läufern der 11km-Strecke.
Entlang der Teichpromenade (in dessen Mitte sich ein erbärmlicher Inselzoo befindet) schlängelt sich die Strecke aus dem besiedelten Gebiet hinaus in den Stadtwald. Und wieder geht es hoch, aahhh!!! Ein Streckenprofil wurde von mir im Vorfeld nicht explizit gesucht - hätte nur verrückt gemacht. Schöner Waldboden blieb auf den nächsten 5 Kilometern kreuz und quer und wieder zurück mein Begleiter. Die Verpflegungsstände waren nicht zu dünn gesät, ganz zu schweigen von den Tränken... Hinaus aus dem Wald, Kilometer 10 näherte sich, der Westwind blies mit aller Macht ins Gesicht und auf dem Feldweg weckten wir aus der Vogelperspektive sicher Assoziationen zu Ameisenstaaten. Einige versuchten auf den Hügelabwärts-Passagen die Pace zu erhöhen und einen kleinen Vorsprung auf die Konkurrenz zu erreichen. Ich musste standhaft bleiben, denn erstens waren darunter viele Halbmarathonis, deren Ziel nach einer Runde erreicht war und zweitens kenne ich meinen Körper auf dieser Distanz erst von 4 Veranstaltungen her.

Die Stadt kam wieder näher, Kilometer 15 kündigte sich an, Kleingartensparten im besten Schreberschen Sinne wurden gequert und an jedem Anstieg befanden sich von den Organisatoren angebrachte "Motivationsschilder". Eines lautete: "Liebe ist, mein letztes Gel mit dir zu teilen". Ich hatte kein Gel dabei.
Zick-zack-Wege, schmale Gassen, hinab in die Innenstadt, und jetzt? Nicht doch! Direkt durch den Schloßpark führte die Stecke. Hört sich easy an, nur befindet sich der Schloßpark am/auf dem Mount-Everest Altenburgs. Gefühlte 300 hm ging es hinauf - getragen von teils archaischen Gedanken und Gefühlen. Nur noch knappe 2 Kilometer schlängelte sich das Feld wieder durch Gassen und Gässchen, bevor der Markt erreicht und Runde Nummer 2 angegangen wurde.

Ich brauchte dringend einen Pacemaker. Die HM-Durchgangszeit von 1:32h ließ schon wieder (nein: erst recht!) Gedanken an Sub-3h aufkommen, und entlang des Teiches fanden sich auch schon besagte Schrittmacher. Pieseln musste ich allerdings dringend, konnte aber bis an den Waldrand damit warten. Marlon Brando zu den Dreharbeiten von "Der letzte Tango in Paris": "Ich hätte gerne meinen Penis auf der Leinwand gesehen, nur schrumpfte dieser leider auf die Größe einer Erdnuss zusammen."
Ähmm, ja. Wo war ich stehengeblieben? Richtig: Die Verfolgung ging weiter. Bei Kilometer 26 teilte man mir am Verpflegungsstand mit, dass ich an Position 7 läge. Sieben???? Von hinten? Wohl doch nicht. Yiippieeehh, was geht denn hier ab, dass bin ich doch gar nicht gewöhnt...

Tempo halten, Tempo halten, umschauen, Tempo halten, so ging es jetzt bis Kilometer 31 weiter. Leicht abschüssig führte die Strecke ab nun von den Feldern kommend wieder zu den Gartensparten. Der Kampf war entbrannt. Tempoverschärfung, Angriffe, Blicke in mein Gesicht beim Überholen. Ja, beim Überholen meiner schönen Position 7. Okay, aber Platz 10 halte ich wenigstens. So der Plan bei Kilometer 35. Es regnete mittlerweile anhaltend, meine Waden wollten leider keinen Turbo mehr zünden, als es geschah. Die spätere Siegern der Frauen überholte mich. Grrrr, sowas ist aber auch zum... sich freuen!!! Schloßpark (nicht gelaufen, immerhin), Altstadt, Trommelgeräusche, Ziel. Mit 3:25:49h überquere ich völlig durchnässt glücklich die Ziellinie.



Neugieriges Warten auf den Ausdruck der Urkunde und dann freudiges Staunen über Platz 3 meiner AK sowie Platz 14 insgesamt ließen die schmerzenden Beine vergessen machen und mich im Anschluss an ein wärmendes Duschbad zufrieden gen Heimat fahren.