Mittwoch, 1. April 2020

Corona über alles

Sonnenaufgang am 1. April 2020.
Seit drei Wochen sind die Schulen in Sachsen und bundesweit geschlossen als Teil eines so noch nie dagewesenen Maßnahmenpaketes gegen eine Pandemie.

Die Bundesregierung hat ferner einerseits alle Grenzen geschlossen und andererseits alle Kassen geöffnet, um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen eines kompletten Shutdowns abzumildern. Sie verstolpert sich dabei in Aktionismus, will unverständlicherweise krampfhaft am Status quo festhalten. Dabei sind Pandemien biologisch erwartbare Ereignisse in jeder Population. Sie sorgen für die Verbreitung resistenter Gene und wirken als Evolutionsbeschleuniger.

Und unsere aufgeklärte Gesellschaft? Schottet sich komplett ab - von lobenswerten Ausnahmen wie Schweden einmal abgesehen -, diskutiert allen Ernstes Hamsterkäufe von Klopapier, erzwingt teilweise (bald flächendeckend?) das Tragen von Schutzmasken und will Kranke tracken.

Es fallen täglich hart erkämpfte Freiheiten dem "Kampf" gegen einen Virus zum Opfer, der sich so oder so global ausbreiten wird. #FlattenTheCurve zieht eine globale Wirtschaftskrise nach sich, von deren Ausmaß wir uns noch gar keine Vorstellung machen können.

Was ich nicht verstehe:
* Warum erhalten Mitarbeiter der weltgrößten Automobilbauer Kurzarbeitergeld?
* Warum gibt es einen Aufschrei, wenn Großkonzerne auf das neue Recht der Mietstundung zurückgreifen?
* Warum werden Saisonarbeiter in der Landwirtschaft erst jetzt als "systemrelevant" [sic!] tituliert?
* Warum tötet man den Einzelhandel und lässt den Onlinehandel unangetastet?
* Warum darf ich als mündiger Bürger nicht allein in die Nationalparks zum Wandern reisen?

Sächsische Corona-Schutzverordnung vom 31. März 2020 (PDF)

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