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Freitag, 9. Januar 2015

Silvester im Riesengebirge

Nummer 1 unserer Mitfahrer steigt an diesem Morgen des 28. Dezembers 2014 am Chemnitz Center zu. Wie bei jeder längeren Autofahrt haben wir im Vorfeld freie Plätze auf www.blablacar.de gemeldet und wie stets so auch heute mehr als eine Anfrage erhalten. Da ist einerseits das gute Gefühl, den verfügbaren Raum im Pkw vollständig genutzt zu haben und andererseits die Gewissheit, eine kostengünstige Alternative zu Bus und Bahn bieten zu können.

S. studiert in Zittau Ökologie und Umweltmanagement, zuvor war sie für ein Jahr in den Niederlanden im Fach Nutztiermanagement eingeschrieben. Wir sprechen über die Ausbreitung der Wölfe in Deutschland, das schwierige Verhältnis Mensch - Raubtier, Wildtierkorridore, die Vorzüge Zittaus als Studienort und selten dämliche Lehrpläne. So verfliegt die Zeit bis Bautzen förmlich unter dem sonnigen Winterhimmel, während ich zum Telefon greife, um Nummer 2 und 3 unserer Passagiere über die Ankunft am Treffpunkt zu informieren. 12.53 Uhr steigen zwei Mädels zu - bepackt mit Kraxen, Handetaschen und diesen Papiertüten einer hier nicht näher genannten Drogeriemarke.

Die eine arbeitet nach einem Studium der Leisure Studies jetzt in einer Werbeagentur in Berlin, die andere belegt Umweltmanagement in Zwickau. Entsprechend entspannt erfolgte die Jahresendplanung der beiden. Sie beschlossen nämlich erst am Vorabend, den Jahreswechsel auf einer Hütte bei Spindlermühle mit Freunden zu verbringen. Wie sie von unserem Tagesziel Rokytnice dahin gelangen sollen, wissen sie allerdings noch nicht...

Via Liberec rollen wir gemächlich dem Tagesziel entgegen, dank schneefreier Straßen unter Nutzung einer serpentinenreichen Nebenstrecke sogar fast im Luftlinienmodus. Oben angekommen geht es sogleich wieder ins Tal der Iser, 9 km bis zum Stadtzentrum von Rokytnice trennen unsere Rückbänkler noch vom ungewissen Tramperdasein. Und wir? Wir parken 15.50 Uhr nach 351 km am Häuschen der Familie M.

29. Dezember | Kalte Finger

Das Wetter verspricht einen sonnig kalten Wintertag mit spürbarem Nordwind, der hauseigene Skihang ist leider noch nicht geöffnet. Alternativ schnüren wir die Wanderschuhe und stapfen über den kleinen Kamm ins Nachbartal nach Paseky nad Jizerou. Als wir den Wald verlassen empfängt uns urige Riesengebirgsarchitektur, anfangs parallel zu einem schmalen Zufluss der Iser umrunden wir gegen den Uhrzeigersinn den Ort. Das hiesige Skigebiet mit seinen 10 Pisten ist gut besucht und bietet nach den Automarken zu urteilen einigen guten Partien Gelegenheit zum Abschalten von Immobilienpreisen und Börsen-Indizes.

Pisten des Skigebietes von Paseky nad Jizerou.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Silvester im Bergdorf

Leichter Schneefall hat eingesetzt als wir gegen 8 Uhr am Abend den kleinen Gasthof verlassen. Von drinnen dringt warmes Licht durch die teilweise beschlagenen alten Holzfenster in die kalte Nacht. Mit einem Hauch von Wehmut blicke ich ein letztes Mal über Pferdekoppel und Skihang hinweg zu unserer Heimat der vergangenen 4 Tage. Dieses rustikale Häuschen mit dem bodenständigen Charme seiner bäuerlichen Bewohner passte einfach zu mir. Ich hatte alles was ich brauchte. Und was ich nicht hatte, brauchte ich auch nicht. Ich schließe die Autotür und rolle in Richtung NW davon - einem neuen Jahr mit neuen Erlebnissen, neuen Menschen und neuem Wissen entgegen.

28.12.12 - Ein Flug gen Westen, ein Flug gen Osten

T. rief am frühen Vormittag an, erkundigte sich nach unserem Plan. Wir wollten nach der langen Zwangspause nämlich unbedingt die Option auf einen Flug wahren und verschoben die Abreise ins Riesengebirge deshalb um einen Tag. Nichtsdestotrotz stand der gepackte Koffer Zuhause griffbereit, um ihn auf der Heimfahrt einladen zu können. Kurz und knapp: Unser Küken konnte am Berg ihren Erstflug machen, für längere Luftspaziergänge war die Strömung aber leider zu schwach.












17 Uhr schließlich brachen wir zu zweit in Richtung Tschechische Republik auf, die Schirme dabei vorsichtshalber neben der Skiausrüstung im Kofferraum liegend.