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Mittwoch, 18. März 2020

Fliegen und Wandern in Laucha

Mein letzter Besuch der Weinberge? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr genau. Es können zwei, vielleicht auch drei Jahre sein. Auf jeden Fall viel zu lang.

Wir starten kurz nach 8 Uhr in Leipzig und sind eine Stunde später am Drachen- und Gleitschirmstartplatz des LSV Laucha-Dorndorf e.V.

Ein feines Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden wird gefolgt von hektischen Startvorbereitungen. Der Wind nahm zu - das sollte er im Tagesverlauf noch weiter machen - und die erfahrenen Piloten hoben allesamt ab. Zu den Erfahrenen gehöre ich in diesem Fluggebiet definitiv nicht und so schloss sich das Startfenster bereits wieder als ich startklar war: Der Wind blies mit Spitzen von über 40 km/h über die Kante und machte ein sicheres Starten unmöglich.

Donnerstag, 25. Juli 2019

Erklärbärvideo Fluggelände Pürsten

Herzlich willkommen über dem Fluggelände des Luftsportvereins Neuseenland Leipzig e.V. in Pürsten.



Mittwoch, 14. Januar 2015

14. Weltmeisterschaft im Gleitschirmfliegen | Roldanillo, Kolumbien

Vom 10. - 25. Januar treffen sich in Südamerika 150 Piloten, um ihre Beste/ihren Besten zu ermitteln.

Gelegen am Äquator, herrscht vor Ort ein für die Tropen typisches Tageszeitenklima (die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind größer als zwischen den Monaten). Die Sonne scheint jeden Tag 12 Stunden lang, eine Dämmerung ist quasi nicht vorhanden. Das ist für den gemeinen Mitteleuropäer eine große Umstellung, denn während wir hier in den Sommermonaten lange Sonnenuntergänge geniessen, muss sich der romantisch veranlagte Kolumbianer buchstäblich beeilen, während das Zentralgestirn seine Bahn senkrecht zum Horizont absolviert. 18 Uhr Ortszeit (UTC−5) ist Sonnenuntergang, danach sieht man aktuell in Roldanillo Merkur, Venus und Mars am Westhimmel, während im Osten der Große Hund mit seinem Hauptstern Sirius aufgeht.

Das Departement Valle del Cauca befindet sich in den Anden, genauer zwischen den Bergketten westliche und zentrale Kordillere, entlang des Rio Cauca im Westen Kolumbiens. Mit 962 m NN ordnet sich der Austragungsort Roldanillo in die Tierra Templada ein, dem "gemäßigten Land" mit Kaffee-, Mais-, Tabak- und Zuckerrohrfeldern inmitten tropischer Bergwald-Vegetation. 4 Mio. Einwohner leben in der gesamten Provinz, die nach Einwohnerzahl und Größe mit dem Bundesland Sachsen vergleichbar ist.

Montag, 8. Dezember 2014

Türchen 8 | Adventskalender 2014

"Maria Empfängnis im Grünen,
grüßt die Geburt im Schnee."

"Wie der Dezember,
so der Frühling."

Stefan Bocks ist ein wahres Flieger-Original. Sämtliche Eigenschaften, die man uns Gleitschirmpiloten gern nachsagt, finden sich in seiner Person vereint: Ausdauer, Beharrlichkeit, Courage, Draufgängertum, Entdeckerlust, Freiheitsliebe.

Im Juli 2013 startet der heute 45-Jährige und zweifache Vater ein wahrlich beeindruckendes Walk-and-Fly-Abenteuer im fernen Asien. Ohne Supporter legte er fliegend und zu Fuß innerhalb von 14 Tagen 1.000 km von Dushanbe (Tadschikistan) zum Yssykul-See (Kirgistan) zurück. Der mehrfache deutsche Streckenflugmeister und erfolgreiche X-Alps-Pilot (2001: Platz 3, 2005: Platz 5) durchquerte dabei einige der unwirtlichsten Fels- und Gletscherregionen der Welt wie das Tien Shan und Pamir-Gebirge.

Samstag, 6. Dezember 2014

Türchen 6 | Adventskalender 2014

"Regnet's am Sankt Nikolaus,
wird der Winter streng, o Graus."

Fließt Nikolaus noch der Birkensaft,
dann kriegt der Winter keine Kraft."

Was ich mir vom Nikolaus wünsche? Och...

...ein wenig Aufregung...



...ein wenig Entspannung...

Donnerstag, 16. Oktober 2014

1. Grimmaer Airlebnistage | 02. - 05.10.2014

Eine Veranstaltung für verschiedene Luftsportarten an der Mulde? Ob wir da mitmachen wollen? Ja, selbstverständlich! Auf Einladung von Fliegerfreunden aus Taucha und Leipzig beteiligte sich unser Verein sowohl am Freitag, dem Tag der Deutschen Einheit, als auch samstags am Programm in Nerchau bei Grimma.

Zentraler Bestandteil dieser geglückten Premiere waren zahlreiche Ballonfahrer aus nah und fern, die von Donnerstag bis Sonntag jeweils zweimal täglich zu PassagierFAHRTEN abhoben. Tagsüber nutzten das große Gelände die Kinder zum Drachensteigen, die Modellflieger, ein Hubschrauber aus Thüringen für Gästeflüge ... und wir Gleitschirmpiloten.

Man hatte uns eine Schleppstrecke in die saftig grüne Muldenaue gemäht, sodass prinzipiell nur die Winde aufgestellt und gestartet werden musste. In etwa 80 Metern Entfernung neben dem Windenstellplatz befand sich der Start- und Landebereich des Hubschraubers. Ein Problem? Nein. Denn Flugfunk und die vorherige Absprache der jeweiligen Flugrouten zwischen uns Piloten erlaubte einen unkomplizierten und angenehm stressfreien Parallelflugbetrieb. Wir haben das schon anders erlebt...

Den Autor dieser Zeilen eingeschlossen waren am 4. Oktober ab 11 Uhr 7 Piloten anwesend, um die Gleitschirmfliegerei den geschätzt 2.000 Gästen auf dem Areal unterhalb von Nerchau vorzustellen. Tatsächlich erhielten wir etliche Anfragen zu unserem Sport bzw. für Tandemflüge. 22 sichere Starts und Landungen wurden bis in den Nachmittag hinein absolviert, dank eines strammen Südostwindes trotz relativ kurzer Schleppstrecke bis in Höhen von über 200 m NN.

Sonntag, 20. Juli 2014

Am Himmel über Kahnsdorf

Kahnsdorf mit seiner Lagune.
Rund um Leipzig, vor allem im Norden und Süden der Stadt, liegt das sukzessive in Entstehung befindliche "Leipziger Neuseenland". Dort, wo seit dem vorigen Jahrhundert die Gier nach billiger Energie aus Kohle ganze Landstriche verwüstete, entstehen heute Seen mit Feriendörfern in Lagunen und werden Musikfestivals auf Tagebauabraum veranstaltet. Der Mensch hat sich arrangiert, der Mensch musste sich arrangieren mit diesen Sünden der Vergangenheit. Darunter das naheliegendste war die Flutung der - was für ein Euphemismus - Tagebaurestlöcher. Die daraus erwachsenen neuen Probleme wie beispielsweise steigendes Grundwasser (nasse Keller, dauerhaft gesperrte Straßen, Erdrutsche), Verockerung, saures Wasser, unwiederbringlicher Verlust von Acker- und Forstflächen geraten gegenüber den so viel häufiger herausgekehrten positiven Folgen des Braunkohletagebaus fast aus dem Blickfeld der allgemeinen Öffentlichkeit.

Sonntag, 18. November 2012

Oben der Jubel, unten der Tod

Schon am Mittwoch konnte man aus den Wetterprognosen einen brauchbaren Flugtag am Wochenende ablesen - höchste Zeit, denn am 13. Oktober war ich zuletzt in der Luft. Um den Tag möglichst effektiv nutzen zu können und aus Angst vor eventuell zu starkem Wind nach dem Mittag, marschierten wir bereits kurz nach 10 Uhr vom kleinen Parkplatz aus den Wanderweg entlang hinauf zum Jenzig.

Am Waldrand und auf dem breiten Wanderweg parkten auffällig viele Autos, auffällig viele Jeeps.
Den Grund dafür hatte ich auf der Herfahrt bereits erkannt: orange gekleidete Männlein auf Hochsitzen konnten nämlich nur bedeuten, dass hier heute eine Treibjagd stattfand. Und richtig, das Knallen der Büchsen hallte durch das ganze Tal und gelangte mehrfach reflektiert als multiples Echo an unsere Ohren.

Da werden heute Leben genommen, dort werden heute Leben geschenkt. Da hetzen Tiere in Todesangst durch das Unterholz, dort spazieren Menschen in der schönen Herbstsonne durch die Trockenrasenvegetation. Da zerreißt ein Schuß das Herz, dort erfreut Thermik das Gemüt. Freud und Leid, Leben und Tod lagen und liegen eng beeinander. Ich beschäftige mich in dieser Woche gesondert mit dem Thema Tod, wollte an dieser Stelle aber meine Gedanken nicht unreproduziert lassen. Ganz rational betrachtet ist es müßig, sich mit solchen Gegenüberstellungen zu beschäftigen; denn sie deprimieren nur und ändern nichts an der Unabwendbarkeit bestimmter Ereignisse. Nichtsdestotrotz sind wir als vernunftbegabte Wesen - so meine tiefe Überzeugung - angehalten, uns und die Umwelt ständig zu hinterfragen, was, wann, warum und wenn ja, wieso, stattfinden muss.

In the air

Die Jungs am Startplatz hatten andere Probleme. Hier war nämlich nur Platz für eine Überzeugung: FLIEGEN!!! Ein paar Aufnahmen, ein zweites Frühstück und eine Pinkelpause später war ich dann auch startklar und wartete auf den perfekten Moment zum Abheben.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Zur DHV-RegioOst nach Jena

Alljährlich im Oktober finden die Regionalversammlungen des Deutschen Hängegleiterverbandes (DHV) statt. Sinn dieser Veranstaltungen ist es, die Vereine aus den Regionen (Nord, Ost, Mitte, Südwest, Südost) an einen Tisch zu bekommen und sich auszutauschen. Was läuft bei den anderen; wo gibt es Probleme, wo Erfolge; was kann man voneinander lernen...? Darüberhinaus werden in diesem Rahmen die Delegierten für die Jahreshauptversammlung des Verbandes im November (mein Verein durfte dafür 2010 Gastgeber in Leipzig sein) gewählt.

Ich bin seit 3 Jahren regelmäßiger Gast dieser Treffen und hatte deshalb den 21. Oktober schon lange als festen Termin im Kalender markiert. Dummerweise herrschte am Wochenende geniales Herbstwetter, sodass es nur den auf mich wartenden Menschen zu verdanken ist, dass ich nicht die beiden Tage auf Bilderpirsch verbracht habe. Beide Tage? Nun, am Samstag war Hochbetrieb in der Flugschule mit Ausbildungsflügen und Tandemgästen - also keine Bilderpirsch. Und am Sonntag ging es 10 Uhr in Jena los. Aber ich fand eine Lösung...

Tropf, tropf

Fahrten außerhalb der Tagesstunden bieten besonders im Herbst einen gewissen Extrakick. Denn wenn man selbst schon den nächsten Leitpfosten nicht erkennen kann - wie soll da der Lenker eines Pkw/Lkw einen Radfahrer im Nebel erkennen? Ungefähr diese Gedanken trieben mich in der ersten Stunde auf dem Rad um, während ich u.a. in letzter Sekunde einem überfahrenen Waschbären, einem überfahrenen Jungigel, einer überfahrenen Katze auswich. Die Nacht forderte ihren Tribut ein und ich sinnierte erneut ohne Ergebnis darüber nach, wie man diese Opfer hätte vermeiden können.

Nicht zuletzt um die Chance dafür, selbst als Opfer der Nacht zu enden, in den Keller zu drücken, freute ich mich über jede positive Änderung des Streckenprofils. Denn bereits kleine Höhenunterschiede von wenigen Zehnermetern zeigten deutliche Temperaturunterschiede und ließen mich entweder in die Kaltluftseen eintauchen oder aus ihnen herausklettern. "Oben" konnte man stets die den Morgenhimmel dominierende Venus nicht übersehen - was hoffentlich auch für diesen Solitärradler galt.

"Südzucker" in Zeitz
Ziemlich genau eine Stunde nach Aufbruch erreiche ich Zeitz, wo ich neben dem Werk der Südzucker AG stoppe. Es ist kurz nach 7 Uhr als ich die feuchte Wiese betrete, meine Kamera auf die Zaunssäule stelle und die im Minutentakt angelieferte süße Fracht hinter den Fabriktoren verschwinden sehe. Meine eigene süße Fracht im Rucksack war diesbezüglich wesentlich einfacher zu handeln - Äpfel und Bananen. Und sie blieb auch vorerst unangetastet, während ich durch die nebelverhangene Auenlandschaft der Weißen Elster zwischen Salsitz und Trebnitz rollte.

Donnerstag, 6. September 2012

Einer für alle(s)

Die vorliegenden Zeilen entstanden im Rahmen einer bescheidenen Promotour für das Gleitschirmfliegen. Mein Verein war eingeladen, zur Neueröffnung des Paunsdorf Centers vom 1. bis 2. September in Leipzig seinen Sport vorzustellen und bekam zu diesem Zweck einen kostenlosen Standplatz auf dem Parkplatzgelände vor dem Einkaufszentrum zugewiesen.

Tag 1

Lustigerweise verbrachte ich schon am ersten von zwei Tagen mehr Zeit mit Sitzen und Stehen in unmittelbarer Nähe dieses Ortes der konzentrierten Konsumanbetung als in meinem gesamten bisherigen Leben. Aber okay, was tut man nicht alles für die gute Sache. Und außerdem waren für den Amokfall die Mädels vom ASB in direkter Nachbarschaft...

Donnerstag, 16. August 2012

Hammertage im deutschen Flachland

In dieser Woche wurden zahlreiche Drachen- und Gleitschirmflüge mit knapp unter bzw. knapp über 200 km Strecke realisiert. Tage an denen dies möglich ist sind selten und stellen an ambitionierte Piloten hohe Anforderungen hinsichtlich ihrer zeitlichen Flexibilität. Denn das Wetter nimmt keine Rücksicht auf Wochentage, Jobs oder Familienplanungen und man muss obendrein das richtige Startgelände wählen.

Ab dem vorigen Freitag ist kühle Meeresluft nach Deutschland eingeflossen, die in Folge unter Hochdruckeinfluss geriet und sich langsam erwärmte. Damit Thermik entstehen kann, bedarf es verschiedener Faktoren. Die wichtigsten sind: eine relativ kühle Luftmasse am Boden und eine labile Atmosphärenschichtung.

Montag, 19. März 2012

Fifty-fifty

Passend zum ersten ausgeglichenen Wochenende des Jahres entschied ich mich am Samstag, diesen großen gelben Sack aus der Winterstarre zu befreien und seinen Inhalt in Laucha der warmen Frühlingsluft anzuvertrauen. Denn ich war mir sicher: Wenn du heute nicht mit den Jungs ein paar Stunden abhängst, wirst du dich abends ärgern - feines Radprojekt hin oder her.

Enjoy.


On line.



Where have all the gliders gone?




Living on the edge.



It's in your eyes...

...only.







Laucha, gliding airfield



The place to be.





Spot the glider!






Am Sonntag schließlich wurde ein Wort eingelöst und zum gemeinsamen Laufen aufgebrochen. Warum im direkten Anschluss allerdings jemand unbedingt > 1 kg Nudeln machen musste bleibt unser Geheimnis.

Sonntag, 31. Juli 2011

Dreiecksbeziehung

Gleitschirmfliegen ist Teamsport. Auch und vor allem im Flachland, denn hier benötigt man noch zusätzlich ein Bodenteam - bestehend aus einem Windenfahrer und einem Startleiter.

Später in der Luft erhöhen mehr Piloten die Wahrscheinlichkeit, gute Thermiken zu finden und mit deren Hilfe lange, bzw. weit zu fliegen.



Wir waren an diesem tollen Julitag etwa 7 Piloten und voller Vorfreude auf das gute Flugwetter. Völlig zurecht, wie sich herausstellen sollte, denn 5 von 7 Starts mussten nicht wiederholt werden, da sofort in die Thermik eingestiegen und entspannt Höhe gemacht werden konnte.


Suchbild
Der Osten Deutschlands befand sich im Einflussbereich feucht-labiler Luftmassen zwischen zwei Tiefdruckgebieten, was sich in einer 3/8 Cu-Bewölkung mit schwachem Cirrus darstellte. Es bestand nicht die Gefahr von Überentwicklungen und auch der Wind war bis in 2000 m GND mit 6 - 10 kt eher schwach. Besonders der letzte Fakt ließ in mir den Plan reifen, ein Dreieck zu probieren. Denn Dreiecke sind in allen nicht-motorisierten Flugdisziplinen die Königsklasse.

Warum? Nun, zum einen, weil man dem Wolken-, bzw. Thermikverlauf nicht "einfach" in Windrichtung folgt; und zum anderen, weil man folglich immer auch Gegenwindabschnitte mit damit einhergehendem größeren Gerätesinken zu meistern hat. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit für Fehlentscheidungen größer, etwa wenn ein Schenkel zu früh angegangen wird und man daraufhin gnadenlos "absäuft".

Doch all diese Überlegungen waren ganz weit weg, als ich nach viel zu langer Pause endlich wieder oben war:



Der Cospudener See



Direkt über der A38 an der Neuen Harth wendete ich und flog parallel zum südlichen Ufer des Zwenkauer Sees in westlicher Richtung weiter. Ich konnte P. als kleinen Punkt erkennen - verdammt hoch, also viel höher als ich. Die Routenwahl schien nicht die schlechteste zu sein.

Der Zwenkauer See (im Vordergrund)



Das Vario piepte wie im Lehrbuch.
Ein Seeufer in Windrichtung = Abrisskante für Thermik.
Wolkenschatten = Thermikauslöser.
Erhöhte Punkte (etwa Windparks oder Sendemasten) = Abrisskanten für Thermik.


Die Kunst besteht darin, a) diese Thermikquellen zu lokalisieren, b) sie zu nutzen und c) zu erkennen, wenn eine Quelle "kalt" ist.

Scheidens | Dorftyp: Rundling

Tagebau Profen-Nord


Blickrichtung Osten (über Pegau)

Blickrichtung Südosten (über Pegau)


Pegau
Über Pegau stand eine wichtige Entscheidung an. Entweder weiterfliegen nach Groitzsch (was mit ziemlicher Sicherheit in die Hose geht, weil ich dafür das thermisch inaktive Tal der Weißen Elster zu queren hätte aber nur noch etwa 800 m habe) oder zurück zum Werbener See (was die bessere Entscheidung sein dürfte, weil auf diesem Weg ein Windpark, abgeerntete Felder und ... ein Seeufer passiert werden).

Werbener See





Auf den Bildern ist klar zu erkennen: ES GEHT RUNTER.
Ich hatte den Bart bis dato noch nicht gefunden und bereitete mich (durchaus nicht unglücklich, weil die Blase tierisch drückte) auf die Landung vor. Letzte Chance: Seeufer. Hier muss was gehen. Nur, entweder war ich wieder einmal zu bl** oder einfach zu tief für den Einstieg. Das Vario blieb jedenfalls still und der Boden kam näher. Noch 200 Meter. "Komm schon, streng dich gefälligst an!", begann die innere Stimme zu mahnen. Endlose Minuten vergingen, man konnte schon die Bikinifarben am Seeufer erkennen, als ... es endlich zu piepen begann.

Wow! Ich habe zwar nicht laut gejubelt (denn Entspannung war schließlich nicht erlaubt), freute mich aber trotzdem riesig über den 1300 m-Höhengewinn innerhalb einer Viertelstunde. Ciao, Werbener See!


Anschließend ging es weiter gegen den Wind, zurück in Richtung Kraftwerk. Kurz vor Zwenkau war dann Schluss, denn die thermisch aktiven Felder neben der B2 sind voller Hochspannungsleitungen - und mit 350 m Höhe daher keine Option.






Sendemasten bei Wiederau






Dafür begrüßten mich nach der Landung (und dem Spontanverlust von 2 Litern Wasser) 3 weiße Pferde, ein Schwarm Tauben und meine Begleiter für den Heimweg per pedes. Fein.




Der Tag klang schließlich aus mit einer von mir angeregten Grillsession und den typischen Männergesprächen à la altius, citius, fortius. Etwas fehlte.