Sonntag, 27. Juni 2010

Siebenschläferbart

Ein tolles Wochenende geht zu Ende und aus diesem Anlass ein paar Erinnerungen für mein Web-Tagebuch.

Den längsten Flugtag des Jahres haben wir in diesem Jahr ein paar Tage "nach hinten" verschoben - denn wir wollten es bei Vollmond tun. Fahrradlampen an die Schirme basteln, Autoscheinwerfer an Start- und Landeplatz einschalten, dem Startleiter gut vertrauen und nicht vom Höhenwind verblasen lassen. Mehr braucht es nicht für gelungene Nachtschlepps.

Bis 0.30 Uhr am frühen Samstagmorgen war die gelbe Rundumleuchte an der Winde aktiv und nach deren Verlöschen ein Windenfahrer (und diverser weiblicher Pilotenanhang) doch spürbar erleichtert, dass alle Eulen sauber gelandet waren.

Der Samstag war so la la, also eher la la als so. Feuchte Luft plus wenig Wind bedeutet, morgens eine Runde um den See joggen (jupp, diesmal wirklich Joggen, gelle H. :-)), das Zelt abbauen und ne Runde Winde fahren. Man verpasst ja eh nichts.

Heute war das schon anders, denn die einströmende Luftmasse war kontinentalen Ursprungs, trocken und thermikträchtig.


11 Uhr bin ich vor Ort, gerade rechtzeitig um T. gen Meuselwitz entschwinden zu sehen. C. kommt ebenfalls vom Platz weg und macht einen Tagebaurundflug. Ich finde mal wieder nur kleine Dinger, die allenfalls für ein kurzes Piepsen sorgen *hrmmpf*.

Nach dem geplanten Windeneinsatz für die lieben Tandemgäste (und so mancher Beobachtung von Ü30-min-Flügen) bin ich wieder an der Reihe. Versuch 1 (nach dem Mittag): 2,5 m Saufen nach dem Ausklinken. Okay, es gibt Thermik, aber die ist gerade abgefahren. Versuch 2 (2 Minuten nach der letzten Landung): Nullschieber, Anrennen gegen eine Luftwand, Ü (keine Angst, die Ü-Phase währt im Schreibstil nur kurz) 2-m-Steigen (leider nur für 180 Grad) und keinen Plan.

Der Bart muss über den See gezogen haben (und der Wind damit in der Höhe von NO auf SO gedreht haben), denn noch um Mittag standen alle über der Waldkante. Tja, das Staubkorn muss noch viel lernen. Dabei sollte es doch eigentlich schon dem Namen nach der geborene Pilot sein ... ob diese Eigenschaft wohl mit seinen Mini-Versuchen, gegen den Strom zu schwimmen, disharmoniert? ;-)

Der Spaziergang entlang meiner Laufstrecke hinter Kahnsdorf mit Schirm auf dem Rücken zurück zum Startplatz hat sich trotz allem aber doch gelohnt. Kommt doch tatsächlich auf einem Feldweg ein Auto gefahren (darin zwei fluginteressierte Rentner aus Meuselwitz) mit Ziel "Fluggelände".
Yo, da will ich zufälligerweise auch hin...

So blieb noch Zeit, um einen kurzen Schnack mit den anderen zu halten, sich zu verabschieden und für eine Stunde im See zu plantschen. Schwimmen will ich es nicht nennen. Und wieder am Ufer angelangt musste ich Kniebeugen und Armkreisen machen, um nicht zu erfrieren. Kegelrobbe for president.

















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