Mittwoch, 3. Juni 2009

Aus. Vorbei.

216 Passagiere, 12 Besatzungsmitglieder, 28 Deutsche, 85 Franzosen, 59 Brasilianer, alles Zahlen, die unbedeutend sind. Die brasilianische Zeitung "Extra" druckte auf ihrer Titelseite die Fotos von 12 Absturzopfern ab. Geschmacklos? Schwierig. Eine Frau hatte 10 Tage Urlaub in Brasilien gemacht, um ihren Freund zu besuchen, eine 26-jährige irische Ärztin war mit Studienfreunden im Urlaub, ein Manager von ThyssenKrupp auf Dienstreise, ein Deutscher an Bord, um Dokumente für seine Hochzeit in der alten Heimat zu beschaffen,... eine Mutter und ihr fünfjähriger Sohn, dessen Schwester und Vater aufgrund von Absturzängsten getrennte Maschinen gebucht hatten und nun vergeblich in Paris warteten.

Tage nach dem Unglück treffen erste Rettungsschiffe in der Region ein. Auch ein Grund für diese lange Zeitspanne ist die nach wie vor fehlende lückenlose Luftraumkontrolle durch Satelliten. Radarlöcher sind gang und gebe, denn das Geld fließt leichter in militärische Spionagesatelliten, denn in eine komplette Radarüberwachung auf den Transozeanrouten. Bin gespannt, ob Geld für die Bergung der Blackbox aus knapp 5000m Wassertiefe vorhanden sein wird.

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