Freitag, 10. September 2010

11. Sportscheck-Stadtlauf in Leipzig

Tss, Red Bull in persona eines agent provocateurs?
Red Bull Energy Shot. Ungeöffnet.
Gibt man das jetzt nach dem Lauf ab oder wie läuft das?

Rennbericht

Ein warmer Spätsommertag war dieser 12. September, jedoch begannen schon erste Cirren den bevorstehenden Wetterwechsel einzuläuten. Direkt war von diesem heute aber glücklicherweise noch nichts weiter zu spüren und so fiel es schon ein wenig schwer, nach einem Kurzbesuch auf ein Stückchen Kuchen bei einem Geburtstagsbrunch, bereits den Weg zum Startbereich anzutreten.

Knapp 4200 Menschen hatten sich über den Vormittag verteilt an den verschiedenen Laufstrecken wie 400 m-Bambini-Lauf, 5 km-Firmenstrecke bis hin zum 10 km-Hauptlauf versucht.

Der Hauptlauf startete 12 Uhr, 11.30 Uhr war ich vor Ort und holte mir die letzte Motivation von zwei Kumpels. 11.55 Uhr steige ich über die Absperrung in den Ring und warte - einem kurzweiligen Gespräch des Moderators mit dem Olympiasieger Nils Schumann folgend - auf den Schuss. Los gehts!

Die Meute legt ein fettes Starttempo vor (mag wohl daran liegen, dass es hier die Ersten deutlich unter 40 Minuten machen wollen) und so fehlt mir am Anfang ein guter Pacemaker, dessen Fersen mich nicht bei Km 3 dem DRK übergeben.
Okay, der im roten Shirt mit dem Kinderwagen könnte ... mit dem Kinderwagen?! Ich lauf im roten Bereich und der schiebt einen roten Kinderwagen an mir vorbei?! Äh, tja, soll's geben.

Das war Nils Schumann. Eben. O-Ton vor dem Lauf: "Ich will hier heute einen schönen Tag verbringen und relaxed laufen." Relaxtes Tempo eines Ex-Profis.
Also kein rotes Shirt. Ein orangenes Farbenmeer zieht sich mittlerweile beiderseits der Karli entlang, ich bin noch vor dem 5 km-Wendepunkt. Ein stämmiger DHL-Mensch mit Team-Weste erscheint mir alsbald für die zweite Hälfte des Rennens ein geeigneter Ankerpunkt zu sein. Das Neue Rathaus kommt in Sichtweite, der Ring wird gequert, es geht langsam an den Schlussspurt. Da ist aber nix mehr mit zulegen, geschweige denn sprinten.

Die Uhr sagt 38 min, die Streckenmarkierung "noch 1 km". Das kann noch eine neue PB werden. Los jetzt, an DHL vorbei, an der MB vorbei, auf den Ring und die letzten 200 m fighten! Ziel! Aus!

41:40 min bedeuten in der Gesamtschau leider ein knappes Vorbeischrammen (13") an der neuen PB - das Erdinger alkoholfrei schmeckt dennoch sehr gut.

Nach zwei netten Gesprächen, dem ausgiebigen Testen des Verpflegungsangebotes und so manch reizvollem Ausblick (also bei den Frauen hätte Platz 3 eindeutig den 1. Platz bekommen sollen. Nicht dass Platz 1 es nicht verdient hätte, aber so ganz objektiv betrachtet ist - natürlich nur von den sichtbaren Laufanlagen ausgehend - Platz 3 der wahre Platz 1) geht ein tolles Laufevent zu Ende.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Wochenende in Borna.

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