Montag, 14. November 2011

Masthähnchen

Am letzten Freitag war Martinstag, laut Bauernkalender ein "Lostag" und damit wichtiges Puzzleteil im Vorhersagespiel rund um das Erscheinungsbild des nächsten Winters, und gleichzeitig der Geburtstag eines Familienmitglieds. Da meine Familie leider stärker schrumpft als wächst, sind solche Termine kostbar und Sinnbild des unbarmherzigen Weltenlaufs zugleich. Wobei, "unbarmherzig" klingt wieder so schrecklich vorwurfsvoll, so elendig um Mitleid heuchelnd, dass robustere Zeitgenossen als meiner selbst schnell die Flucht ergreifen. Zurecht, wie ich seit nicht allzu langer Zeit immer deutlicher erkenne, denn wenn es etwas gibt, was Menschen lieben, dann ist es Selbstsicherheit, Orientierung, Führung, die (wenngleich nicht in jedem Fall auf festem Fundament ruhend) anziehend und beschützend wirkt.

Wie war das doch gleich? Eine Einladung zum Kochen ist eine Einladung zum Übernachten? Stimmt. Und es gab kurioserweise auch mehrmals Geflügel, weshalb ich mich (leicht schmunzelnd) noch ein wenig in diesem schönen Zimmer aufhalten möchte. Einer der ostdeutschen Gänseproduzenten, die Firma Eskildsen in Wermsdorf bei Grimma, hat kürzlich bekanntgegeben, bei der Mast (pardon, dem behutsam begleiteten Heranwachsen freilebender und freiliebender Tiere) ihrer Gänse auf den Antibiotikaeinsatz konsequent zu verzichten. Ein ehrenwerter und deshalb erwähnenswerter Anspruch, zeigt er doch deutlich, dass eine Monopolstellung verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Handeln nicht ausschließen muss.

Umso wütender machen mich dann die kursierenden Zahlen rund um einen anderen Teil der Geflügelmast: Die Broilerproduktion.

Das NRW-Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat in einer Studie (leider noch kein Onlinezugriff | Stand: 14.11.2011) den Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast untersucht.



Edit (15.11.2011): Die Studie ist online verfügbar. Auszüge:

* 57 Millionen Hühner werden pro Jahr in NRW gemästet
In 164 Betrieben wurden im überprüften Zeitraum von Februar bis Juni 2011 Antibiotika verabreicht. Das entspricht 14,7 Millionen Tieren oder einem Anteil von 96%. Nur jedes 25. Huhn blieb vor dem Schlachten antibiotikafrei.

"Die jeweilige Behandlungsdauer eines Wirkstoffes lag bei 53% (924 von 1748) der
Behandlungen mit 1-2 Tagen deutlich unter den Zulassungsbedingungen der verabreichten Wirkstoffe." (S. 10)
"Fragen der Recht- und Zweckmäßigkeit wurden im Rahmen dieser Datenerhebung bisher
nicht weiter verfolgt, müssen in Zukunft aber näher untersucht werden." (S. 4)


"Ziel der Studie war zunächst die Statuserhebung, damit sowohl die für Tierschutz
und Tierarzneimittel zuständigen Überwachungsbehörden als auch Wirtschaftsbeteiligte
über die landesweit erhobenen Durchschnittswerte in Kenntnis gesetzt werden können. Die
dargestellte Situation, wonach über 96% der Masthühner behandelt werden, ist nicht akzeptabel und legt den Schluss nahe, dass das Haltungssystem nicht den Vorgaben des Tierschutzgesetzes entspricht, da die angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung in Frage gestellt werden muss." (S. 10)



Antibiotika sind uns bekannt bei der Bekämpfung hartnäckiger Bakterieninfektionen (keine Virusinfektionen!) und in schöner Regelmäßigkeit aus Berichten zu multiresistenten Krankenhauskeimen. Multiresistenzen entstehen, wenn Bakterien mit Antibiotika in Kontakt kommen und es dabei schaffen, mittels verschiedener Verfahren der Genselektion widerstandsfähige Arten zu vermehren.
"Seit diesem Jahr wird [...] in einer bundesweiten Datei (DIMDI) erfasst, wie viele Medikamente der Großhandel an welche Region liefert. Doch ausgerechnet die Geflügelbranche ist Dank des Bundeslandwirtschaftsministeriums davon ausgenommen."

Interessante Fakten zum Antibiotikaeinsatz (leider nur für Niedersachsen und NRW) in der Tierproduktion liefert eine Dissertation aus dem Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig.
Darin heißt es auf S. 67: "Tetracycline stellten mit 51,34%, β-Lactame mit 23,55% und die Sulfonamid-Gruppe (inklusive TMPS-Gruppe) mit 9,27% die am häufigsten eingesetzten Wirkstoffgruppen dar." Ferner: "Als Zielstruktur der β-Lactam-Antibiotika werden die Mureinsynthetasen auch „PBP“ (Penicillin-bindende Proteine) genannt, die eine unterschiedliche Bedeutung für das Bakterienwachstum haben können." (S. 33)

Beta-Lactame (denn diese werden in der Geflügelzucht von den genannten am häufigsten verwendet) greifen - vereinfacht gesagt - die Zellwandstrukturen der Bakterien an und zerstören diese. Die Mureingrundstruktur wie auch der weitere Zellwandaufbau sind bei den einzelnen Bakteriengruppen verschieden, weshalb durch Gentransferprozesse "Mutationen der PBP durch chromosomale Insertion [...] zu einer Strukturänderung führen (können), zu der β-Lactam-Antibiotika verminderte oder keine Affinität haben. Neu auftretende resistente Stämme verfügen oft über veränderte PBPs und eine reduzierte Zellwandpermeabilität." (S. 33) [vgl: Fritsche, Wolfgang: Mikrobiologie. Spektrum 2002, S. 55]

Die "Menge verabreichter Antibiotika [...] (steht) in engem Zusammenhang mit der Entwicklung bakterieller Resistenzen, welche durch Mutation auftreten oder durch Übertragung von Erbinformation via Chromosom oder Plasmid erworben werden können." (S. 1)
Ebenso entscheidend ist die Zeitspanne, in der die Bakterien dem Antibiotikum ausgesetzt sind: "Niedrige Dosen Antibiotika, die über eine lange Zeit verabreicht werden, fördern das Auftreten und die Ausbreitung von resistenten Bakterien." (S. 1)

Pro Jahr werden in Deutschland 30 Millionen Legehennen und - bitte hinsetzen, danke - über 600 Millionen Broiler produziert. Sie finden das okay? Prima, dann VERSCHWINDEN SIE SOFORT VON DIESER SEITE (Demokratie hin oder her)!!! Und an alle anderen: Ruhig bleiben, das zählt noch zum Vorspiel. 11 kg Hähnchenfleisch verzehrt jeder Bundesbürger jährlich; also aller zwei Wochen wahlweise nen "halben Hahn", ein "Brathändl", "ä Broiler", ein "halbes Hähnchen". Inwieweit das Oktoberfest diese Statistik manipuliert, vermag von Autorenseite nur als Fußnote und Diskussionsfutter eingestreut werden. Doch zurück in die Ställe, denn Deutschland verspeist die Hühner natürlich nicht allein, nein, der ehemalige Exportweltmeister exportiert fleißig.
Und analog zu den deutschen Exportzahlen der vergangenen Dekaden, legte auch das Durchschnittsgewicht eines Masthuhns zu. Von den 1930er Jahren bis in die Mitte der 1990er nämlich um 65% von 1 kg Schlachtgewicht auf 1,6 kg Schlachtgewicht. Effizient genug? Oh ja, denn was vor 70 Jahren noch zwei Monate dauerte, kann heute in einem erledigt werden (die 65% Gewichtszunahme dabei berücksichtigen). Das entspricht übrigens einer "mittelschnellen Wachstumsintensität."

So, jetzt drehen wir Prince ein wenig lauter:
--> Ställe mit mehreren Tausend Hühnern begünstigen die schnelle Ausbreitung von Krankheitserregern. Antibiotika.
--> Die Förderung bestimmter Bakterienstämme im Hähnchendarm fördert die Gewichtszunahme (da mehr Nährstoffe zum Wachsen zur Verfügung stehen). Antibiotika.
--> Weniger Abfallprodukte der Bakterien (u.a. Ammoniak) begünstigen die Ausbildung einer dünneren Darmwand = mehr Nährstoffe im Blut. Antibiotika.

Obwohl die EU 2006 den Einsatz von Antibiotika als Wachstumsförderer untersagte, konnten noch 2010 in einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung bedenklich hohe Werte bezüglich der Salmonellenresistenz bei Hühner- und Putenfleischproben nachgewiesen werden.

Da lobe ich mir den Weihnachtsmarkt - endlich wieder Riesenbratwürste aus Freilandhaltung und Glühwein aus Biotrauben geniessen.

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Schöne Überleitung zu Berlusconi. Was für ein Mann. Einer, der das Mannsein auf den Kern des Playboy-Männerbildes reduziert und - wer schafft das schon?! - den Großteil seines Lebens nach diesem Vorbild gelebt hat (wer schafft das erst?!). Befriedigung bestand (Scusi: besteht) für ihn in allererster Linie darin, Macht zu haben. Macht in der Wirtschaft, Macht in der Politik, Macht in Beziehungen. Gleichberechtigung definiert(e) er über das jeweilige Firmenportfolio oder die Zahl der Untergebenen seines Gegenübers. Die Politik ist dazu da, dem Menschen zu dienen. Wohl kein anderes (gewähltes) Staatsoberhaupt Europas hat diesen Spruch dermaßen verinnerlicht wie Silvio Berlusconi.

Geboren 1936 in Mailand, studierte er später Jura und jobbte als Immobilienmakler. Anfang der 1960er Jahr schließlich erfolgte sein Einstieg in die Baubranche mit Gründung mehrerer Firmen (teils mit Schweizer Geldgebern im Rücken) und dem Bau einer Modellstadt ("Milano 2") bei Mailand. In den 70ern folgten weitere Firmengründungen und der erste eigene Fernsehsender (ebenfalls "Milano 2" genannt). Weitere Sender folgten in den 80er Jahren und gebündelt wurde schließlich die mediale Präsenz in der Firmengruppe Fininvest (über 6 Mrd. Euro Jahresumsatz)

1994 trat Berlusconi mit der neu gegründeten Partei "Forza Italia" bei den Parlamentswahlen an; und gewann. Er bildete eine Mitte-Rechts-Regierung mit der Alleanza Nazionale von Gianfranco Fini und der Lega Nord von Umberto Bossi. Letztgenannter Koalitionspartner - Ironie der Geschichte - sollte ihm in 2011 die Mehrheit im Parlament kosten und sein politisches Ende einläuten.

Italien machte unter Berlusconi den Eindruck, zu einer neuen südeuropäischen Diktatur zu werden. Gleichgeschaltete Sender, Mehrheiten per Wahlgesetz, Immunität per Dekret, ein Netzwerk aus Strippenziehern und Gefolgsleuten, das dem Wohl des Königs zu dienen hat. So malt man nicht das Bild einer robusten Demokratie, so malt man eine Monarchie.

Ist Selbstkritik der italienischen Bevölkerung angebracht? Ja, unbedingt, aber es sollte gerade aus der Sicht eines politischen Führers "unbestritten sein, dass es den Menschen besser geht, wenn sie das Gefühl haben, in einer gerechten, gut organisierten Gesellschaft, die auch etwas von ihnen erwartet, zu leben. [...] Die Menschen sind insgesamt aktiver, flexibler, auch risikobereiter, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und wenn sie sich darauf verlassen können, unterwegs mit ihren riskanten Freiheiten nicht ins Bodenlose zu fallen." (Brusis, Ilse: Politik und Gemeinwohl. In: Bürgergesellschaft und Gemeinwohl. Opladen 1999, S. 146)

Italien hat nun einen neuen (Übergangs)Ministerpräsidenten, einen verdienten und international hoch angesehenen dazu. Dennoch ist ein Mario Monti allein nicht in der Lage, den "Geist des berlusconismo" (Giovanni di Lorenzo) auszutreiben. Silvio Berlusconi hat den guten Geist des demokratischen Gemeinsinns pervertiert und vergewaltigt - die noch gegen ihn anhängigen Prozesse legen davon Zeugnis ab. Es kommt jetzt auf die Selbstheilungskräfte Italiens (eines jeden Bürgers) und den Beistand der europäischen Partner an, den Krebs endgültig zu besiegen.
"Leben wird keine Pyramide sein, die mit der Spitze auf dem Boden steht. Sondern es wird ein ozeanischer Kreis sein, dessen Zentrum das Individuum sein wird, immer bereit, für das Dorf zu sterben. Das Dorf ist wiederum bereit, für die Gruppe von Dörfern zu vergehen, bis schließlich alles ein einziges Lebendiges sein wird, das aus Individuen besteht, die niemals in aggressiver Arroganz verharren, sondern immer demütig sind, indem sie teilhaben an der Majestät des ozeanischen Kreises, dessen integraler Bestandteil sie sind. Demnach wird der äußerste Umkreis nicht die Macht ausüben, den inneren Kreis zu zerstören, sondern wird allen in diesem Kreis Kraft geben und wird seine eigene Kraft vom inneren Kreis bekommen."
(Mahatma Ghandi)
PS: Das Ghandi-Zitat musste sein, zeigt es in seiner schonungslosen 68er-Blumenkinder-Wir-haben-uns-alle-lieb-und-bilden-einen-Diskussionskreis-Sprache doch ziemlich eindrücklich den Widerspruch zwischen menschlichem Ideal und gesellschaftlicher Realität auf.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Christian,
ich verfolge regelmässig deine Einträge und schätze deine Meinung, deinen Blick auf diese Welt sehr. Dass dir das Schicksal der Tiere in unserer Gesellschaft nicht egal ist ist aus einigen deiner Beiträge zu erkennen. Du bist so intelligent und belesen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass du nicht bereits
von alleine darauf gekommen bist - aber - die Bio Tierhaltung und Riesenbratwürste aus der Freilandhaltung sind leider auch nicht die Lösung des Problems. Vielleicht findest du ja etwas Zeit über "bio und wahrheit" im Netz zu googeln. Und nein, ich bin kein militanter Tierschützer, ich laufe noch nicht einmal den ganzen Tag durch die Welt und versuche Menschen zu missionieren. Vielmehr geht es mir darum jemandem der nicht komplett ignorant durch das Leben geht ein wenig die Augen zu öffnen.

Grüße

Christian hat gesagt…

Hallo liebe(r) Mitleser(in).

Zuerst möchte ich mich ganz herzlich für Deine Blumen bedanken. Es stimmt, dass ich mir Mühe gebe, einen differenzierten Blick auf die Welt zu werfen; und es stimmt auch, dass mir "das Schicksal der Tiere in unserer Welt" nicht egal ist.

Aber: Intelligent und belesen muss man immer in Relation sehen. Ich kenne (und Du kennst sicher auch) Menschen, die einiges mehr auf dem Kasten haben als wir beide. Dennoch tut es gewiss gut, solch ein Echo von jemandem zu bekommen, der sich bislang nur über diese schreibende Seite meiner Persönlichkeit hat nähern können. Wieviel Zeit dabei manchmal in ein Posting fließt, bis ich halbwegs zufrieden und mit dem Klick auf "Veröffentlichen" einverstanden bin, darf ich Dir gar nicht verraten. ;-)

Nun zu den Riesenbratwürsten und dem Bioglühwein. Ich esse schon seit mehreren Jahren keine Bratwürste mehr und nur maximal einmal im Monat überhaupt Fleisch (dann nur Wildfleisch aus heimischen Revieren). Ich lehne die Massentierhaltung vehement ab und versuche durch ein bewusstes Kaufverhalten meinen ganz kleinen persönlichen Beitrag zu einem Wandel unserer Konsumgesellschaft beizutragen.
Der Bioglühwein? Da zuckte beim Schreiben mein ironischer Finger.

Du hast völlig recht: Bio kann nicht die (alleinige) Lösung des Problems sein. Und wenn man mittlerweile in jedem Discounter unzählige Biolabel finden kann, sollten die Alarmglocken umso lauter schrillen. Was können wir tun? Wir müssen kritisch sein/bleiben und - wie es Karl Lagerfeld einmal schön formulierte - "Zeugen unserer Zeit sein". Die Medien verfolgen, versuchen, über den Tellerrand zu schauen, Freunden von den eigenen Überzeugungen berichten. Es kostet viel Zeit, aber es macht glücklich.

Deine letzten beiden Sätze hätten von mir sein können. Aber ich habe auch (und lerne immer noch) gelernt, dass wir Menschen größtenteils die gleichen Ziele und Werte teilen. Wir alle wollen anerkannt sein, eine angemessene Gegenleistung für unsere Arbeit bekommen, ehrlich behandelt werden, gesunde Kinder beim Erwachsenwerden begleiten. Die von Dir erwähnte Ignoranz beruht meistens bloß auf schlichter Unwissenheit und mangelnder Neugier dieser Menschen. Mangelnde Neugier, unser Handeln zu hinterfragen, unseren Weg nach Alternativen auf der Karte abzusuchen, ist schwer zu wecken. Aber man kann es schaffen. Wie? Indem man sein Handeln kommuniziert und sich nicht von der Mehrheit einlullen lässt. Die Psychologen sprechen von Reaktanz, wenn man entgegen dem Mainstream handelt. Aber was früher reaktant war, ist heute Mainstream. Oder wie war das gleich mit Galileo, der Erde und der Sonne? :-) Na siehst Du; ein Lächeln ist der beste Anfang.

Unsere Gesellschaft hat die Hand schon am Lenkrad (ich denke an die Farbe grün in immer mehr Firmenlogos, an das Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen, an die steigende Nachfrage nach Ökostrom, an den großen Erfolg der Firma nextbike, an...). Warum das aber alles so langsam geht? Weil die "Missionare" nicht laut genug an die Türen klopfen.

Herzlich,
Christian

PS: Ich freu mich über Post im Briefkasten und anklopfende Missionare

staubkorn(at)ist-einmalig.de

Anonym hat gesagt…

Hallo Christian,
danke für die Mühe, die du in deine Antwort gesteckt hast. Nun kenne ich endlich den Fachbegriff für das Verhalten einiger meiner Familienmitglieder, Kollegen und Freunde:
Reaktanz . . . Nein nur Spass . . . Ich möchte lieber nicht wissen welchen Fachbegriff sie für mich auswählen würden. Ich hatte auch vermutet, dass du nicht auf das friedliche Bild reinfällst das uns Bio Züchter so gerne zeichnen. Leider tun es aber die meisten und beruhigen so ihr Gewissen. Von denen die ohne Gewissen Chicken Wings in der 30iger Box beim Discounter Nord oder Süd mitnehmen - unglückselige 15 Vögel - möchte ich gar nicht erst reden. Ich lehne zwar seit weit über 20 Jahren ab, dass ein Tier für mich sterben muss bin aber trotzdem froh um jeden, der nachdenkt und seinen Fleischkonsum stark einschränkt. Auch wenn mir die Menschen in meiner Umgebung zu wichtig sind als dass ich riskieren wollte sie mit Horrorgeschichten zu vergrätzen (sie ertragen es hin und wieder tapfer und es sind durchaus positive Veränderungen zu verzeichnen) bedeutet das noch lange nicht dass ich eine freiwillig gewährte Chance nicht nutze. Das heisst: Ich komme bei Gelegenheit auf dein Angebot zurück.

Grüße.

PS: Und sie dreht sich doch um die Sonne. Galileo und die .. katholische Kirche .. ein Thema das ich auch ganz doll lieb habe.

PPS: Ich freue mich schon auf die nächsten Postings und ein Kurztripp in die Sächsische Schweiz ist für das nächste Jahr bereits in Planung.

Christian hat gesagt…

Hallo zum zweiten.

Ich freu mich, dass dieser Blog seine ersten "Fans" gefunden hat - wenngleich damit der Erwartungsdruck an mich selbst etwas steigt. ;-)

Immerhin soll das nächste Posting immer einen Tick besser sein als dessen Vorgänger, soll dort noch ein doppelter Boden und da noch ein gut gesetzter Degenhieb eingebaut werden, sollen die Bilder zum "Vergrößern" einladen, soll... hach ja.
Ich werd mir auf jeden Fall weiter Mühe geben und bin stets für kontruktive Kritik dankbar.

Beste Grüße
Christian

PS@PPS: Hehe, hat mein kleines Video ein bissl neugierig gemacht?
Will ich doch stark hoffen! :-)

Hier hast Du einen Link zu sehr gut dokumentierten Wanderstrecken: http://www.wandern-saechsische-schweiz.de/Wanderrouten.asp