Montag, 30. April 2012

Was geradelt werden muss

Warum warte ich, warte so lange,
auf offensichtlich tolle Pläne,
nach deren Umsetzung wir alle
als Sieger dastehen werden.

Es ist das schwere ererbte Leid,
das das von einem guten Geist beseelte
und zu guten Taten fähige Leben
in dunklen Momenten ganz nah an den Abgrund
zu führen im Stande ist.

Doch warum verbietet es sich,
jenes Leid beim Namen zu nennen,
in dessen Bannkreis Unbeteiligte zu geraten drohen
und bar jeder Kenntnis Gefahr laufen,
einen F r e u n d zu verlieren?


Vor dem Start: Papierkram


Oldschool


Der Chef persönlich
















Weil es Dinge gibt, die nicht mit Medikamenten,
nicht mit Wärme, nicht mit Gesprächen geheilt werden können.
Weil es Dinge gibt, die man bis zum Ende mit sich trägt.
Im schlimmsten Fall gibt man sie an neue Generationen weiter.
Ist es besser, keine neue Generation damit zu belasten?

Warum das viele Überlegen? Weil es der Optionen unendlich gibt.
Warum tut es sich das an, unter seinen Möglichkeiten zu bleiben,
kleiner zu wirken als es ist, langsamer zu fahren als es kann,
braver zu reden als es sollte, länger zu warten als es will?

Weil es nur in der Gruppe überleben,
nur so Energie sparen,
nur so das bekommen kannst,
was es sich am sehnlichsten wünschst.

Schloß Hartenfels in Torgau

Stopp in Schönewalde



Tauschen?

Lecker ... Croissants

Total im Nirgendwo

Bekehrungsversuche?













Und zugegeben: es ist eine Droge;
zudem ist zu hoffen, es mögen sich weitere ein Beispiel daran
nehmen und ihrerseits genau diesen Glücksmomenten nachjagen.

Aus zwei wurden schließlich fünf,
aus sechsunddreißig zweihundert,
aus drei wurden sechs,
und aus null wurden dreihundertfünf.

Wurzen, Schildau, Torgau, Prettin,
Jessen, Schönewalde, Schlieben, Uebigau,
Saxdorf, Mühlberg, Olganitz, Börln,
Falkenhain, Zschorna, Wurzen, Bennewitz.

Stempelsammler

Energiesammler

Kilometersammler

Lobsammler

Stylesammler

Umdrehungssammler














Schwule Pfarrer mit verwildertem Pfarrgarten,
schöne Dörfer mit klappernden Störchen,
erzwungene Stopps an Tankstellen im Nirgendwo,
gemeinsame Arbeit gegen den Wind.

Livetracking contra Privatsphäre,
Magenkrämpfe contra Führungsarbeit,
Oldscholl contra Mainstream,
Mia san mia contra Demut und Nachdenklichkeit,
Eis contra Knacker,
Molkeriegel contra Sandwich,
Moped contra Lutscher.



Zwangspause













Geschichten über das Leben und über den Stolz,
Geschichten über Kinder und über Frauen,
Geschichten über Fahrräder und über Häuser,
Geschichten über die Zukunft und über die Gegenwart.


Zurück in Wurzen














Abschied am Abend;
stille Momente im Schatten;
der Gesang der Vögel;
Heimfahrt in den Sonnenuntergang;
Intervalle, Brennen, Freude.

In diesen Momenten sind alle Sieger.




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