Freitag, 12. Juni 2015

600 km sind ... kein Geschenk

Vor vier Jahren absolvierte ich meinen bis heute einzigen 600er-Brevet. Als Teilnehmer ohne Stempelkarte fuhr ich im Feld der vom Audax Sachsen organisierten Tour in wechselnden Grüppchen von Wurzen über Halle zum Brocken (1. Stempelstelle: Wetterwarte), weiter zum Kyffhäuser, nach Bad Sulza (2. Stempelstelle: frei wählbar), zum Rasthof Berg in Bayern (3. Stempelstelle) und via Meerane (4. Stempelstelle: Shell-Tankstelle) zum Ziel in Frohburg (Endkontrolle: Total-Tankstelle). Wir waren damals 30 Stunden auf dem Rad unterwegs und 8 Stunden am futtern, pausieren, regenerieren, pinkeln etc.

Heute und morgen findet nun die nächste Auflage dieser oben grob umrissenen Runde statt. Diesmal ist die Stempelkarte ebenso dabei wie ein mit essbaren und anderweitig notwendigen Utensilien sehr gut gefüllter Rucksack. Die persönliche Zielstellung lautet 24 Stunden, inspiriert durch zwei Freunde mit Teilnahmeziel Paris-Brest-Paris 2015.

Aktuell fühlt sich das Zeitlimit realistisch an, meine Form ist ganz passabel. Die größte Herausforderung wird ohnehin nicht die Mobilisierung der Beinkräfte sondern vielmehr die Mobilisierung der Geisteskraft sein. Ich werde gegen Müdigkeit und Schmerzen kämpfen, gegen Hitze und Dunkelheit, ich werde mich autosuggestiv auf das Erreichen des Ziels programmieren müssen. Hörbücher und (Selbst)gespräche sorgen für die notwendige Zerstreuung, meine Kamera für das Festhalten der schönsten Momente.

Und dann existiert neben der passablen Form noch ein triftiger Grund, höchstwahrscheinlich innerhalb des privaten Zeitlimits anzukommen: Das Abendessen mit der besten Supporterin (und ab Juli offiziell Triathletin) der Welt. :-X

Mein Bericht zum 600 km-Brevet vom 03./04. Juni 2011

Die Strecke


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