Montag, 23. Februar 2009

Due notte a Semonzo

Am vergangenen Freitag regnete es (wie die ganzen Tage zuvor) wieder, ein Freund war zum Skifahren in den Alpen und ich hatte schlechte Laune (übrigens auch wie die ganzen Tage zuvor). Der DHV hatte vom 21.02. bis 22.02. ins Fluggebiet Bassano eingeladen, um dort die Prüfung zum Fluglehrerassistenten abzulegen. Hatte eingeladen, denn der Termin wurde wegen Nordföhns um eine Woche verschoben. Ach Jungs, ihr wisst doch besser als ich, dass es in Bassano so gut wie nie Probleme mit Föhn gibt. Tja, der Gesetzgeber wird schuldig gewesen sein; also sind wir eben ohne "Prüfungsaufregung" ab Rosenheim in den Süden gefahren. 18 Uhr Start, 5 Stunden Fahrzeit, freies Zimmer, ein Rotwein zur Begrüßung - das Wochenende konnte beginnen.

21.02.

Wir haben bis 9 Uhr gepennt, was sofort mit Frühstücksentzug bestraft wurde, denn das muss man von 8-9 einnehmen. Anyway, Müsli gibts in jedem Dorfladen, Milch ebenso ... den blauen Himmel im Februar gratis obendrein. Massenweise Piloten aus dem ganzen Alpenraum waren schon anwesend (ich hab am Startplatz 60 gezählt), die Luft war bunt und mein Puls stieg und stieg. Kurz vor dem Start habe ich regelrecht gezittert - an den Temperaturen hat es nicht gelegen. Einmal in der Luft, legte sich die Aufregung alsbald, ich begann die Freiheit zu geniessen, schlechte Gedanken verschwanden, das Vario piepste hektisch - Freude pur! Den zweiten Flug des Tages hab ich 17 Uhr mit Frank zusammen unternommen; wir starteten nahezu parallel auf einem mittlerweile menschenleeren Hang.



22.02.

Heute wurde übrigens das hauseigene Müsli verzehrt, das Zimmer beräumt und 10 Uhr waren wir schon am Südstart. Der thermisch bedingte Südwind hatte an Stärke im Vergleich zum Vortag zugelegt - dennoch konnten wir gut starten. Es ging richtig schnell nach oben, 300 m über dem Startplatz plane ich bereits gedanklich die Talquerung gen Westen, als mir Franks Schirm in den Bäumen neben der Bergstrasse auffällt. Hmm, Landung, Bergfahrt, Suche. Ergebnis: Es ist zwar der gleiche Schirmtyp, aber nicht Franks Schirm. Erleichterung macht sich breit, wenngleich ich mich jetzt schon ein wenig über den vermasselten Flug ärgere.
Wie so oft im Leben gibt es nicht nur für die Liebe eine zweite Chance, sondern auch für einen versöhnlichen Abschlussflug.
142 Minuten durfte ich (stellenweise zusammen mit Bussarden) im Anschluss an meine Rettungsübung zwischen "Da Silvano" und dem "Valle San Felicita" hin- und hersoaren. Ein unbeschreiblich schönes Geschenk. Danke.

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