Donnerstag, 12. Februar 2009

Survival of the fattest




Heute begeht sogar der Vatikan den 200. Geburtstag Charles Darwins. Was ob der Tatsache, dass er ein studierter Theologe war, auch wenig verwundert :-)
Geboren am 12.02.1809 als Sohn eines wohlhabenden Arztes in Shrewsbury, England, beobachtete er schon bei der Haustierzucht die später als Evolutionsfaktoren bezeichneten Phänomene der Variabilität, des Nachkommenüberschusses und der ("natürlichen") Auslese.

Mit 26 Jahren bricht Darwin an Bord der Beagle auf zu einer Weltreise, um unter anderem Schildkröten zu sammeln, Finken zu schiessen und einen wissenschaftlichen Coup zu landen. Erst Jahre nach dieser Reise dämmert ihm der Zusammenhang zwischen der Vielzahl von Finkenarten auf dem Galápagos-Archipel, deren unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten und der daraus resultierenden Vielfalt an Schnabelformen. Ausgehend von einer vor etwa 3 Mio. Jahren eingewanderten Art, haben sich bis heute 14 Arten dieser Finken entwickelt und an diverse ökologische Nischen angepasst. Niedergeschrieben in seiner "Origin of species" findet sich die Theorie vom stetigen Wandel aller Arten durch natürliche Selektion.

Seine Schlussfolgerungen waren simpel, aber mit weitreichenden Folgen:
- struggle for life
- survival of the fittest
Nicht zuletzt im Dritten Reich wurden diese Theorien missbraucht und zur Rechtfertigung menschenverachtender Taten bewusst fehlinterpretiert!

Heutzutage wird Darwin zunehmend in die Mangel genommen.
Allein ausgehend von der Erfahrung eines jeden einzelnen, kann die Tatsache, dass Kommunikation und Kooperation befriedigender wirken als etwa Krieg und Vernichtung (respektive Kampf um die besten Ressourcen), nicht verleugnet werden. Auch Gene kommunizieren untereinander, stehen in Verbindung zur Umwelt und können relativ rasch auf veränderte Umweltbedingungen reagieren.
Der Kampf um das Recht des Stärkeren ist gewiss nicht aus der Welt - aber er ist nur eine Möglichkeit von vielen, sich in seiner Umwelt bestmöglich einzu"nischen"(kuscheln).

Der letzte Satz: Die Kreationisten sehen die Evolutionstheorie als eine Religion für Gottesleugner an; daran ist nichts auszusetzen ... ich wähne mich allerings eher in einer Freakshow, wenn Adam und Eva im Creation Museum in Cincinatti zusammen mit Dinosauriern vom Baum der Erkenntnis(?!) naschen.

Buchtipp: Jürgen Neffe: "Darwin. Das Abenteuer des Lebens" (Bertelsmann Verlag)

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