Donnerstag, 25. Juni 2009

Friede, Freude, Trauerfeier

Da ich gestern wegen eines nicht existenten Postings zum Thema Kommunismus auf den Arm genommen wurde, folgt heute die K*****erklärung ... ähh ... der Stabilisierungseinsatz.

K. ist ein so böses Wort, dass man es bei ein paar (unbeabsichtigt) getöteten Soldaten (Soldaten!!) nicht verwenden sollte. K. gibt es nicht; nicht für Deutschland, denn das hätte weitreichende Folgen. Asymmetrische Bedrohungslage; Stabilisierungseinsatz mit helfener und schützender Funktion, der aber auch die Kampffunktion im Blickfeld hat; humanitärer Einsatz etc. heißt das.

Die Amis scheinen ihre hohen Verluste im Süden Afghanistans aber mit K. in Verbindung zu bringen: "Ja, wir führen einen Krieg." (David McKiernan, Kommandeur der Isaf-Schutztruppe). Würde man es hierzulande klar aussprechen, kämen möglicherweise ein paar Problemchen auf unseren Verteidigungsminister (und nicht nur den) zu.

Die da wären:
  1. Macht man aus "Aufständischen" K.gegner droht die Anklage vor dem Bundesverfassungsgericht
  2. Das BW-Mandat sieht keine K.führung vor
  3. Eine Prüfung, ob der Verteidigungsfall vorliegt, will keiner. Jung zu allerletzt.
Aber auch für die Angehörigen der Uniformträger hätte es Konsequenzen. Nämlich u.a. die K.ausschlussklausel vieler Lebensversicherungen (der Bund müsste einspringen). Und wer rettet Opel? Dabei sind sämtliche Worte hier (ja, ja, wie so oft) prinzipiell überflüssig, denn eigentlich ist die internationale Definition von K. unmissverständlich. Nachzählen. Es sind über 1000.

Trösten Sie sich, Herr Jung. Die Wahlen kommen bald.

PS: Hier schreibt kein überzeugter Ex-Zivi, denn mit dem richtigen Elternhaus und einem anderen Freundeskreis hätte ich die deutsche Freiheit sicher auch gern am Hindukusch und in Hammelburg verteidigt.

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