Montag, 25. Oktober 2010

Vom Winde verweht

Der Elsterradweg diente mir gestern als erste Auffanglinie einer Sonntagsrunde. Nach der Passage einer (von unzähligen) Endlosbaustelle(n) im näheren Umfeld war man direkt froh, nicht über Schlamm oder Baustellengerätschaften steigen zu müssen, stattdessen auf eher rustikalen Feld- und Wiesenwegen dahinrollen zu können. Unterwegs reifte der Plan, sich erst ein paar Kilometer gen SW zu hangeln und dann - unterstützt vom ganztägigen 15 kt-Mittelwind, mit 27 kt-Böen - nach Rochlitz abzubiegen. Kurz vor Zeitz war es dann soweit und begleitet von feinsten Blue-sky-Abschnitten ging es flott gen Wintersdorf, vorbei am Kammerforst und bis zum Gänsesammelplatz bei Eschefeld.

Kohlebahn zwischen Wintersdorf und Haselbach



Der B7 folge ich weiter bis Geithain, um dann der Versuchung zu erliegen, einen frisch asphaltierten Feldweg auszukundschaften. Wie das so ist mit Versuchungen: Die sind bei mir immer nur von kurzer Dauer; und so erwies sich die scheinbar geniale Abkürzung nach Stollsdorf bei näherem Kennenlernen als abrupt endende Affäre. Bis zur erlösenden K8275 dauerte es in diesem Fall aber bloß 1,4 km. Ich wünschte, andere Wege wären genauso kurz.

Der obligate Besuch des Rochlitzer Berges (am Abend hat eine Wahl-Bajuvarin herzlich darüber gelacht) wurde absolviert, das Papier zweier Riegel entsorgt und dann munter die Heimreise angetreten. Zwischen Ebersbach und Buchheim zweimal fast in den Straßengraben geweht, hatte ich es unerwarteter Weise doch noch bis Bad Lausick geschafft und wie zur Aufmunterung begleitete mich ein Schwarm Gänse für ein weiteres kleines Stückchen der Tour.

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