Montag, 21. März 2011

Schlag auf Schlag

Ich habe im Moment das Gefühl, die Erde dreht sich schneller. Eben noch Wochenende und jetzt liegt schon wieder der astronomische Frühlingsbeginn hinter uns.

Was lernt man aus solchen Tagen? Nun, man versucht, jede Minute so lang wie möglich zu machen und zu geniessen. Die Natur wird jetzt jeden Tag ein Stück lebendiger - eine Fotoserie dazu ist selbstverständlich bereits in Arbeit - und stürzt uns in einen Farbenrausch.

Egal ob Stadtmensch oder Landmensch, der Anziehungskraft eines Krokus- oder Osterglockenbeetes kann sich niemand entziehen. Wir alle sehnen die Farben und die Wärme herbei, spüren einen gesteigerten Aktivitätsdrang und wollen raus ins Grüne.

Wenn doch alles so einfach wär.


Nicht ganz so einfach waren nämlich meine Versuche, am vergangenen Samstag in Altenbeuthen die Thermikblasen zu zentrieren. Es gibt eine Kurzzusammenfassung für solche Tage: "Bockige Frühjahrsthermik". In der Langversion bedeutete dies, nach dem Premieren-take off am Startplatz von Altenbeuthen den Traumblick auf den Hohenwarte-Stausee zu geniessen ... und parallel dazu etwas ängstlich in Richtung Landeplätze zu schielen. Letztere befinden sich nämlich nicht (abgleiterfreundlich) direkt unterhalb des Startplatzes, sondern in dezenter Entfernung. Dazwischen ist Wald, Wasser und sonst nix.



Gleich nach dem gelungenen Start fliege ich zur nordwestlichen Kante dieses Nordhanges, von wo es auch sofort hoch geht. Aber wie! 6 m Steigen, 4 m Saufen. Wie soll man da bitteschön gescheite Fotos machen können? Eben. So bin ich anfangs alles andere als entspannt und halbwegs froh, wieder sicher auf der Landebahn aufgesetzt zu haben.


Der Wind frischte im folgenden etwas auf und zwang uns zu einer kleinen Wartezeit. Was gut war, denn so konnte ich meine Gedanken ordnen und mich auf den zweiten Flug des Tages vorbereiten. Gemeinsam mit ein paar locals ging es anschließend für knappe 300 m Startüberhöhung erneut in die Luft, die diesmal schon wesentlich angenehmer zu fliegen war.


Kurz bevor der Wind schließlich zu schwach zum Soaren wurde, bin ich mit einer schönen Thermik erneut über das Feld gekommen und konnte oben landen. Die locals durften laufen :-). Während des Zusammenpackens erzählt mir ein Anrainer noch von Luchsbeobachtungen ganz in der Nähe. Wildes Thüringen.

Ein schöner Tag mit H.-J. und H. ging zu Ende. Womit? Natürlich mit der Abholung von einem kleinen Streckenflug. Denn eine bessere Motivation kann es zum Saisonauftakt nicht geben.


Der Link zum Flug: klick.

Keine Kommentare: