Freitag, 20. Januar 2012

Der Kea (Nestor notabilis)

Eine Postkarte mit dem Bild eines fliegenden Keas vor dem Hintergrund der Neuseeländischen Alpen weckte ausgangs der vergangenen Woche mein Interesse. Was machen Papageien im Schnee; wovon leben diese Vögel; sind sie neben dem Kiwi nationale Symbole; ist ihr Lebensraum bedroht;...?

PS: Euch beiden vielen Dank für die Karte.
Diese nur in Neuseeland vorkommende (endemische) Papageienart ist die einzige weltweit, deren Lebensraum im Hochgebirge angesiedelt ist. Im Norden der neuseeländischen Südinsel leben sie in den Sommermonaten meist in der alpinen Zone bis oberhalb der Baumgrenze (Höhen von 2000 m NN). Aufgrund der Verlockungen menschlicher Siedlungen sieht man sie allerdings auch häufiger in der planaren Zone (Tiefland). Im Winter leben sie normalerweise in den bewaldeten Bereichen der kollinen bis submontanen Zone (300 - 600 m NN). [--> Ökologische Potenz]

[DOWNLOAD --> Daten zur Kea-Verbreitung, u.a. als KML für Google Earth]

[Bildquelle]
Ausgewachsene Exemplare können bis zu 50 cm groß werden, gut 1 kg schwer und wirken dank ihres martialischen Schnabels und dem olivfarbenen Tarngefieder sicherlich nicht so harmlos wie der kleine Wellensittich auf dem heimischen Fensterbrett. Ein kaum ausgeprägter Sexualdimorphismus verhindert im Feld oft die exakte Unterscheidung der Geschlechter.

Systematik

Stamm: Chordata (Chordatiere)
Unterstamm: Vertebrata (Wirbeltiere)
Klasse: Aves (Vögel)
Ordnung: Psittaciformes (Papageien)
Familie: Psittacidae (Eigentliche Papageien)
Gattung: Nestor (Nestorpapageien)
Art: Nestor notabilis (Kea, GOULD 1856)

Der umgangssprachliche Name Kea geht auf die Māori zurück, abgeleitet von seinen charakteristischen Ruflauten. Die lateinische Artbezeichnung notabilis bedeutet übrigens "bemerkenswert".

Zur Gattung Nestor werden neben dem Kea außerdem der Kaka (Nestor meridionalis) und die beiden ausgestorbenen Arten Norfolk Kaka (N. productus) und Chatham Kaka (N. sp.) gezählt.
Wahrscheinlich während der Würm-Kaltzeit hat sich der Kea vom Kaka als eigenständige Art abgespalten. (--> Geographische Isolation)

Biologie

Bei diesen sehr sozial lebenden Tieren können Trupps mit 30 und mehr Exemplaren beobachtet werden. Deren Altersstruktur setzt sich dann vorwiegend aus Adulti zusammen, die älter als 5 Jahre (Erreichen der Geschlechtsreife) sind. Das maximale Alter wird seit 2008 für in Gefangenschaft lebende Tiere mit 50 Jahren angegeben. Im Durchschnitt liegt es aber bei lediglich 14,4 Jahren.

Für freilebende Keas gibt es keine dokumentierten Höchstalter, es wird aber angenommen, dass sie zwischen 25 und 40 Jahre alt werden.

Man sagt Keas Polygamie nach, dennoch bestimmen auch bei ihnen die Weibchen, wann und ob es zur Sache gehen darf. Dazu kommt die innergeschlechtliche Konkurrenz, weshalb sich in manchen Jahren nur ein Zehntel der männlichen Keas fortpflanzen kann.
 
[Bildquelle]
Keas brüten gewöhnlich einmal im Zeitraum von Juli bis Januar für die Dauer von 3 Wochen zwischen 2 und 5 Eier aus. Dabei verbleibt das Weibchen die ganze Zeit über auf dem Nest und muss vom Männchen gefüttert werden. Mit Ausnahme des Herbsts hat man allerdings schon ganzjährig Bruten beobachten können. Ihre Nester werden in selbstgegrabenen Erdhöhlen mit bis zu 6 Meter langen Gängen angelegt, in Hohlräumen unter Baumwurzeln sowie in Felsnischen.

Nach dem Schlüpfen füttern die Männchen die Weibchen für die Dauer eines Monats weiter, weil diese nach der Brutarbeit nun mit der Fütterung der Jungen ausgelastet sind. Nach einem weiteren Monat schließlich dürfen die männlichen Keas auch selbst zur Fütterung an den Nachwuchs.

[Bildquelle]
Juvenile sind nach 13 Wochen flügge und werden von diesem Zeitpunkt an bis zum Erreichen der Selbständigkeit im Alter von 5 Monaten nur noch von ihren Vätern gefüttert. Anschließend finden sich die jungen Keas zu losen Gemeinschaften zusammen und streifen für einige Jahre ohne feste Reviere umher.

Mit Beginn der Geschlechtsreife suchen sie sich dann eigene Reviere.

Ein brutaler Killer?

Als Hauptnahrungsquelle dient ihnen ... eigentlich alles. Hauptsächlich aber pflanzliche Kost, die sich aus verschiedenen Beeren, Knospen sowie Wurzeln von Sträuchern und Gräsern zusammensetzt. Tierische Kost wird nicht verschmäht (z.B. Insekten, Spinnen ... Aas).

[Bildquelle]
Der Kea geriet wegen dieser Eigenschaft (Aasfresser) an den Rand der Ausrottung, weil neuseeländische Farmer ihn für einen Schafskiller hielten und Kopfprämien für tote Exemplare zahlten. Sage und schreibe 150.000 dieser Vögel wurden bis zur vollständigen Unterschutzstellung Mitte der 1980er Jahre über einen Zeitraum von 100 Jahren getötet!

Heute gilt der Kea als gefährdet und man schätzt die verbliebene Zahl auf 2000 bis 5000 Individuen (siehe APPENDIX III).

Was ist passiert?

In Neuseeland kommen auf einen Einwohner 8 Schafe. Bis in die Gebirgsregionen - und damit in den Lebensraum der Keas - drangen die Farmer vor, um Weideland für ihr Vieh zu erschließen; Schafe sind jedoch keine Gämsen und infolgedessen kam es vermehrt zu Todesfällen unter den Wollproduzenten.

Da die Keas als Allesfresser auch vor Aas nicht Halt machen, nahmen sie diese "neue" Fettquelle dankend an. Denn vor der menschlichen Besiedlung gab es außer Fledermäusen keine Säugetiere auf Neuseeland.

Sicher wurden bereits lange vor Beginn der neuseeländischen Schafzucht Kadaver von einheimischen Beuteltieren dem Nahrungsspektrum der Keas hinzugefügt - gleichwohl brachte der Mensch sie durch das neue Überangebot auf den Geschmack. Zumindest sehe ich diesen Fakt als Teil der Erklärung für das Phänomen der Schafe-attackierenden-Keas an.
"Some keas living near sheep stations probably learn about the fat by scavenging dead sheep, then they figure out that they can reach it on a live sheep, too."
(Josh Kemp)
Muss man deswegen eine Art fast auslöschen?

Der Clown der Neuseeländischen Alpen

Das Department of Conservation (DOC) Neuseelands hat sich dem Schutz dieser - trotz aller Vorbehalte - besonders bei Touristen beliebten Art verschrieben.

Ein Grund für die Beliebtheit ist mit Sicherheit die große Intelligenz und Neugier dieser Vögel. Folgendes Zitat aus der englischen Wikipedia soll dafür stellvertretend stehen:
"The Kea's notorious urge to explore and manipulate makes this bird a pest for residents and an attraction for tourists."


Es mag für Reisende belustigend sein, einem Kea beim Anknabbern der Tür- und Scheibendichtungen des Mietwagens zuzusehen - als Einheimischer hingegen wird man nach dem zehnten Mal wohl das Lachen einstellen. (Ans Füttern würden Natives wohl auch nicht im Traum denken).

Zum zweifelhaften Titel als "pest for residents" könnte auch das Aktivitätsmuster der Vögel beigetragen haben. Denn Keas sind tagaktiv. Sie beginnen am frühen Morgen mit herzhaftem Schreien und suchen dann Futter bis zum späten Vormittag. Während der Mittagszeit wird sich ausgeruht, am Abend geht es erneut auf Futtersuche, bevor die nächtlichen Ruheplätze in Bäumen (so sich die Tiere gerade unterhalb der Baumgrenze befinden) eingenommen werden. Änderungen dieses groben Tagesplans sind vom Wetter abhängig sowie von anderen äußeren (etwa anthropogenen) Einflüssen.

Nicht zuletzt wegen der lauten morgendlichen Rufe ist das DOC u.a. damit beschäftigt, besonders "arttypische" Keas umzusiedeln sowie zusätzliches Gefährdungspotenzial durch Fremdfütterungen etc. zu unterbinden.

Ihre große Neugier (siehe APPENDIX II) hat den Keas zwar einen Selektionsvorteil verschafft, in urbanen Räumen birgt sie aber auch unerwartete Risiken.

Doch neben Häusern, Autos und Schafen haben die Menschen zusätzlich unmittelbar lebensbedrohliche Neozoen ins Land gebracht (heute gibt es in Neuseeland "etwa 1570 invasive Arten gegenüber 1790 nativen Arten").

Katzen zum Beispiel. Sie gefährden zusammen mit Possums in manchen Gebieten ganze Populationen durch die Plünderung von Nestern. Fest steht, dass alle importierten Säuger (auch die Hasen, Rothirsche und Gämsen) für den Kea eine Bedrohung darstellen. Denn obwohl es sich dabei nicht um direkte Fressfeinde handelt, kann allein schon die zusätzliche Nahrungskonkurrenz in den kalten und nahrungsarmen Wintermonaten für viele Keas das Aus bedeuten.

Die größte Bedrohung für die Keas ist und bleibt jedoch der Mensch. Denn er greift nicht nur spürbar in den Lebensraum dieser Vögel ein (Ackerbau, Viehzucht, Weidewirtschaft), sondern setzt sie durch seine zivilisatorischen Errungenschaften und deren Folgeerscheinungen auch neuen Gefahren (z.B. durch Müllhalden) aus, denen die Tiere nichts entgegenzusetzen haben. Auch wird heute noch immer - trotz strenger Gesetze - jährlich eine unbekannte Zahl von Vögeln durch Farmer mit Gift und Fallen getötet.

Passen Sie auf den Kea auf! (siehe auch APPENDIX III)

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Eine vierteilige Dokumentation
des Neuseeländischen Fernsehens über den Kea
aus dem Jahr 1993.

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APPENDIX

I Praxisanleitung für Freilandzählungen
II Forschungen zur Intelligenz bei Keas
III Kea-Schutz


[Bildquelle]


I

II
Forschungen zur Intelligenz bei Keas



Wie in diesem Video zu sehen, besitzen Keas eine außerordentliche Intelligenz. Diese ermöglichte ihnen den Zugang zu unterschiedlichsten Lebensräumen - von Tälern bis ins Hochgebirge - und gleichsam den Umgang mit den sich ihnen darin stellenden Problemen.

Viele Gruppen beschäftigen sich mit der Intelligenz von Vögeln. Exemplarisch sollen aus diesem Pool zwei Experimente mit Keas kurz vorgestellt, sowie die Schwierigkeiten verhaltensbiologischer Forschung angedeutet werden.

II.1
Einen Ansatz zur Erklärung, wie Keas es fertig bringen, auch komplexe Probleme zu lösen, haben österreichische Verhaltensforscher an in Gefangenschaft lebenden Keas gefunden.

Sie zeigten zuerst einem Kea, wie er keine Metallbox zu öffnen hat. Später ließen sie diesen nun im Öffnen der Metallbox geübten Kea beim Ausführen seiner Techniken von 5 anderen Keas - die diese Metallbox noch nie gesehen hatten - beobachten (Gruppe 1). Einer Kontrollgruppe (Gruppe 2) wurde die Metallbox ohne vorherige Demonstration des "Lösungsweges" angeboten.

Man stellte fest, dass Gruppe 1 wesentlich strukturierter und mit einer genauen Vorstellung vom Problem an die Lösung desselben heranging ("their improved efficiency at unlocking the devices seemed to reflect the acquisition of some functional understanding of the task through observation."). Anscheinend konnten sie sich in ihr Gegenüber hineinversetzen und dessen Handlungsabläufe mit einem gewissen Verständnis für deren Sinn nachvollziehen.

Denn die Gruppe 2 ging wesentlich unspezifischer vor und untersuchte die (der Gruppe 1 gezeigten) Schlüsselstellen nicht so eingehend.

II.2
Wie schwierig Schlussfolgerungen auf Intelligenzleistungen aber tatsächlich sind, zeigt eine weitere Studie:

Die Forscher nahmen die Ergebnisse aus in II.1 vorgestelltem Experiment als Ausgangspunkt für Untersuchungen zum sozialen Lernen - diesmal bei Keas in freier Wildbahn.

Es ging darum, Keas dazu zu bringen, an ein in einer schräg stehenden Röhre befindliches Leckerli zu gelangen.

Die Ergebnisse waren auf den ersten Blick ernüchternd ("The results suggest a dissociation of social learning potential as assessed in laboratory animals, and social transmission of foraging techniques in natural populations."), brachten bei genauerer Betrachtung aber doch die eine oder andere Überraschung:
"In this study, free-living keas showed little improvement in their attempts to solve a tube-lifting task despite persistent interest in exploring and manipulating the apparatus [...] Only 3 out of
21 banded (plus a few unbanded) subjects managed to remove the tube from the pole, thereby gaining access to the attractive core. The keas also failed to show clear indications
of social learning despite their apparent interest in successful manipulations by a trained conspecific [...]" (S. 1)
"If there are any signs of social learning hidden in the generally poor behavior of the keas in this study, then we should detect them in the actions of the two birds that solved the task in the test phase. Indeed, both solvers observed successful tube removal by the model before they solved the task on their own. Solver Orange failed during the baseline phase despite many attempts at the tube, but managed to solve the task in the test phase after a number of observation opportunities. [...]
Hmm, "Solver Orange" hat die Aufgabe also lösen können, nachdem er ein paar mal den Lösungsweg beobachten konnte. Für mich bestätigt das die Ergebnisse aus II.1.
However, since neither of the birds solved the task immediately after observation of
a demonstrator, it is impossible to make a strong case for social learning in either bird. [...]

However, our analyses revealed that the keas did not benefit from observation. [...]" (S. 69)
Das ist ein radikales (Zwischen)Urteil. Ob es bis zum Ende dieses Studienfazits Bestand haben wird, darf berechtigterweise bezweifelt werden, denn...
"Our findings were surprising for several reasons.

First, performance of a demonstrator climbing the pole while lifting the tube with the bill is very conspicuous.
Second, keas are highly motivated to manipulate objects and to carry objects in their bills [...] Third, the keas in this study were highly motivated to obtain the tube with its attractive core.
Finally [...] It turned out that it is difficult to investigate the natural spread of innovative behavior in a free-ranging population with the methods described in this study [...]" (S. 70)
...hier liegt der Hase im Pfeffer. Die Autoren erkennen die Grenzen ihrer eigenen Versuchsanordnung an. Und damit auch mögliche Fehlschlüsse auf das Verhalten freilebender Keas.
"We conducted a pilot study with 5 captive keas in Vienna. Three of these captive keas solved the task very quickly when tested in isolation; 2 birds removed the tube in the first test session and 1, in the third. One of the remaining 2 birds failed in the first five sessions. This bird
was then given nine demonstrations by a human model and solved the task instantly. [...]" (S. 70)
Oha, und jetzt? Übung macht den Meister - auch bei Keas. Denn in Gefangenschaft lebende Exemplare sind mit künstlichen Gegenständen - und deren Manipulationsoptionen - viel vertrauter und geübter als freilebende.
"The most likely explanation for the superior performance of captive birds is their experience with other, relevant tasks. [...]

However, time spent in object exploration does not always differ between captive and wild kea [...] Nevertheless, the differences between captive and wild kea in tube removal were striking.

Generally, it is difficult for animals to learn during tool use that an object needs to be brought into an appropriate position in relation to another object. [...]" (S. 70)
Was lernen wir daraus? Verhaltensbiologen haben einen schweren Job; und ähneln in ihrem Berufsbild auf den ersten Blick Philosophen. Denn obwohl man heutzutage dem Hirn bei der Arbeit zuschauen kann, ist es weiterhin ein Rätsel, warum es jetzt eben gerade diese oder jene Handlung veranlasst hat.

III
Kea-Schutz

Die Meldungen verheißen nichts Gutes: "Keas were counted at 90 sites in Nelson Lakes National Park, Arthur's Pass and the Borland Range in Fiordland last month. Compared to data collected by DoC in the 1990s [...] there seems to be a major decline in their numbers and the birds may be under much more serious threat than first thought. Threats include predators such as possums, and lead and 1080 poison." (Quelle)


Größere Kartenansicht

Von 1993 bis 1999 fand man im oben erwähnten Gebiet 36 regelmäßig genutzte Nistplätze und kaum Fressfeinde. Zehn Jahre später fand man innerhalb eines Monats lediglich 12 adulte Keas und nur 3 Küken.

Das DOC plant deshalb verschiedene großflächige Projekte in Neuseeland (incl. Langzeitbeobachtungen), um innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre die genaue Kea-Population zu ermitteln.

Die Hauptgefahr für die Vögel geht - man kann es nicht oft genug betonen - von Possums, Ratten, Katzen, Hermelinen, Blei, "1080" und dem Autoverkehr aus.

"1080" ist ein Synonym für Natriumflouracetat, ein Gift, dass als Salz in vielen tropischen und subtropischen Pflanzenarten vorkommt.



Es wird an Lösungen gearbeitet, "1080" für Vögel unattraktiv zu machen. [Klicke hier & hier]

Und nur für Vögel. Denn Ratten und Possums sollen es weiter fressen.
"One thousand to 5000 of the ground-nesting alpine parrots range across three million hectares of the South Island. One million hectares is rotationally treated with 1080.
'If kea populations are on the slippery downhill slope, we need to assess the role of 1080, the need for a bird repellant and if a repellant works."
(Quelle)
Die Bestände des Keas sind in den vergangenen hundert Jahren dramatisch zurückgegangen. Einmal natürlich massiv durch die ausgesetzten Jagdprämien, heute vermehrt durch fremde Arten und den Einfluss des Menschen auf ihren Lebensraum. Das Department of Conservation of New Zealand, der Kea Conservation Trust und das Animal Health Board haben es sich daher auf die Fahnen geschrieben, für das Überleben dieses Vogels in freier Wildbahn zu kämpfen.

Oft wird in diesem Kontext vom "Human-Kea-Conflict" gesprochen.

Was steckt dahinter?

Nun, ähnlich wie in unseren europäischen Städten Wildtiere wie Wildschweine, Füchse oder Waschbären vom Nahrungs(abfall)angebot in urbane Räume gelockt werden, werden auch Keas von der Aussicht auf Nahrung näher an den Menschen (im weitesten Sinne) gebunden. Besonders deutlich wird dies, wenn man sich sowas anschaut:



Es ist sehr wichtig, die Menschen aufzuklären, sie anzuhalten, die Vögel nicht zu füttern und möglichst wenig Anlass zum Ausleben ihres Spieltriebs zu geben. Keine leichte Aufgabe. Aber eine lösbare.

Zumal, wie die "Kiwis" korrekt anmerken, der Kea ein eher "kleines Problem" darstellt:
"There are many international examples of conflict between animals and humans and we are very lucky here in New Zealand to have relatively minor issues in comparison to other countries."
"Ich fahre!"    [Bildquelle]
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* Forschungsprojekte zum Kea auf der Website des Kea Conservation Trust

* Grundlagen zur Entwicklung einer Strategie gegen gebietsfremde Arten (PDF, 3,8 MB)

* Leitfaden des DOC und Kea Conservation Trust für eine artgerechte Haltung von Keas in Gefangenschaft (PDF, 1,8 MB)

* Kea-Tierpatenschaft im Zoo Leipzig (125 Euro p.a.)

* Steckbrief zum Kea, erstellt vom Kea Conservation Trust (PDF, 1 MB)

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