Samstag, 30. August 2014

Wo sind wir? | Folge 2

Die erste Siedlung auf slawischem Gebiet gründeten die deutschen Kaiser dort, wo heute eine über tausendjährige Stadtgeschichte lebendig wird. Wer mit der Bürgerfrau beim Romantischen Abendbummel durch die engen Gassen schlendert, kann einen eingemauerten Mönch aus der Mauer lugen sehen; historische holzgepflasterte, noch dezent nach Pferd riechende Hofeinfahrten entdecken; die Gründerin des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins vom Burgberg aus beobachten und erfahren, welcher Zusammenhang zwischen betrunkenen Kurieren und der Erfindung spezieller Backwaren besteht.

Hier wurden Schwerter nicht zu Pflugscharen, sondern zu weltbekannten blauen Kunstwerken, deren Manufaktur, wenn nicht gerade wieder ein schlimmes Hochwasser für Chaos sorgt, für Freunde kreativer Einfälle sogar mittels eines gepflasterten Stadtplans gefunden werden kann. Gotthold Ephraim Lessing besuchte vor Ort die Fürstenschule - davon wird Caspar David Friedrich in seinen ersten sieben Lebensjahren wahrscheinlich nichts erfahren haben. Genauso wenig wie vom ersten Porzellanglockenspiel der Welt (1929) an der Frauenkirche im südwestlichen Marktbereich oder von Karl Mays Büchern. Mit Sicherheit kannte er aber schon Burg, Dom und Schloß nebst den speziellen Gaumenfreuden der hiesigen Region. Alles andere wäre für einen Romantiker auch inakzeptabel.

*Gesucht werden neben dem Stadtnamen noch jener des speziellen Gebäcks.







Der eingemauerte Mönch.

Der gepflasterte Stadtplan.











Blick vom Burgberg über die Stadt zur Frauenkirche (rechts im Bild).

In Bildmitte: die Gründerin des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins.

Panorama vom Burgberg nach Osten.

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