Montag, 8. Dezember 2014

Türchen 8 | Adventskalender 2014

"Maria Empfängnis im Grünen,
grüßt die Geburt im Schnee."

"Wie der Dezember,
so der Frühling."

Stefan Bocks ist ein wahres Flieger-Original. Sämtliche Eigenschaften, die man uns Gleitschirmpiloten gern nachsagt, finden sich in seiner Person vereint: Ausdauer, Beharrlichkeit, Courage, Draufgängertum, Entdeckerlust, Freiheitsliebe.

Im Juli 2013 startet der heute 45-Jährige und zweifache Vater ein wahrlich beeindruckendes Walk-and-Fly-Abenteuer im fernen Asien. Ohne Supporter legte er fliegend und zu Fuß innerhalb von 14 Tagen 1.000 km von Dushanbe (Tadschikistan) zum Yssykul-See (Kirgistan) zurück. Der mehrfache deutsche Streckenflugmeister und erfolgreiche X-Alps-Pilot (2001: Platz 3, 2005: Platz 5) durchquerte dabei einige der unwirtlichsten Fels- und Gletscherregionen der Welt wie das Tien Shan und Pamir-Gebirge.

Die Dokumentation erfolgte mithilfe zweier GoPro-Kameras und insgesamt 170 GB Film- und Fotomaterial, die Kommunikation mit der Heimat über das Satellitentelefon.
Jetzt ist endlich "Into the wild heart of the Pamirs" fertig und in voller Länge auf Vimeo verfügbar - eine inspirierende Reisedokumentation.



Ein paar Auszüge aus seinem Tagebuch:

18.07.2013
[...] Das Hochtal wird nun kontinuierlich auf 4.500 m ansteigen, um über einen der höchsten Pässe der Seidenstraße, dem 5.000 m hohen Kokuibelpass in das Hochtal des Karakulsees abzufallen. Der 150 km lange Umweg ist zu Fuß nicht unter einer Woche zu bewältigen - vorausgesetzt die provisorisch angelegten Seilbrücken sind nicht durch Muränen, Erdbeben oder Lawinen zerstört worden. Für diese Woche habe ich die Notnahrung dabei, da diese Gegend ohne jegliche Zivilisation ist. [...]

20.07.2013
Die Laune ist am Morgen nach einem Kaffee schon etwas besser. Nach 3 Stunden erreiche ich die erste Grenzstation. Schäferhunde kündigen mich bei den genervten Grenzsoldaten an. Ohne russische Sprachkenntnisse fällt die Konversation entsprechend knapp aus, trotzdem bekomme ich Wasser aus einer Regentonne spendiert. [...] Jetzt befinde ich mich in einem Niemandsland, da der kirgisische Grenzposten ca. 15 km weiter unten im Tal liegt. Als ich außer Reichweite der Grenzsoldaten bin, starte ich von der Passstraße und versuche den auffrischenden Wind zu nutzen. In der Nähe der chinesischen Grenze erreiche ich die Basis und gleite Richtung Kirgistan ... die Landung erfolgt wegen des mittlerweile doch zu starken Windes unmittelbar in einem Seitental. Ich muss also wieder zu Fuß weiter und kann beim Abstieg in der Einsamkeit sogar Schneeleopardenspuren entdecken. [...]

23.07.2013
Nach dem ausgiebigen Frühstück mit gefühlten 5 l Kümüs im Magen steige ich im Schatten auf den Startberg. Wege in die Berge gibt es quasi keine - mit Glück findet sich ein Ziegenpfad. Die ersten Kilometer geht es im Flug gut voran, dann nimmt der Wind zu und ich muss kurz zum Pinkeln einlanden. Nach dem weiteren Start werde ich stark versetzt und vom Kurs abgedrängt. [...]

24.07.2013
Die Nacht war saukalt und unruhig. Ohne Isomatte schläft es sich auf dem Bett aus Granitfelsen nicht besonders komfortabel, noch dazu wird das Zelt wieder einmal auf Sturmtauglichkeit getestet. Ich suche in dem Felslabyrinth den vermeintlich besten Startplatz. Weiter unten im Tal kann ich eine Truppe Leute sehen, gleich daneben eine rote Fahne ... es ist Zeit zum Starten! [...]

27.07.2013
Ein Schauer am Morgen lässt mich am Startplatz noch etwas abwarten. Der Weg hierher war einfach, da meine gesamte Ausrüstung mit dem Pferd hochtransportiert wurde. Ich spüre, meinem Ziel näher zu kommen und genieße die Ruhe. Der Flug schien bereits im nächsten Tal zu enden, dann, wie so oft unverhofft, ein schwacher Bart tief unten im Schatten und ich kann so bis auf 40 km zum Yssykul-See heranfliegen. [...]

Blog

Knobelei im Advent

Jedes Jahr aufs Neue sucht der Weihnachtsmann für die bevorstehenden hektischen Tage Unterstützung. Die Bewerberzahl ist groß, denn es gibt nichts schöneres, als anderen eine Freude zu bereiten. Allerdings müssen die künftigen Wichtel vor Antritt ihrer Arbeit logisches Denkvermögen nachweisen, sollen doch in kurzer Zeit möglichst viele Geschenke verteilt werden. Haben Sie das Zeug zum Helfer des Weihnachtsmanns? Bis zum 21. Dezember veröffentlichen wir täglich ein kleines Rätsel. Wer am 4. Advent mindestens 10 Rätsel (über die Kommentarfunktion unter dem Beitrag) lösen konnte, erhält an Heiligabend ein Päckchen mit Leckereien sowie weiteren Überraschungen. Viel Spaß beim Knobeln!

(8) Ein Vater und seine drei Töchter sind insgesamt 63 Jahre alt. Der Vater ist siebenmal so alt wie seine Tochter Greta. Seine Tochter Helen ist doppelt so alt wie Greta. Und seine Tochter Ines war drei Jahre zuvor fünfmal so als wie Greta.

Wie alt sind Vater und Töchter?

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