Mittwoch, 11. Januar 2012

Der Sternenhimmel im Januar

+++Die von mir für die jeweilige Jahreszeit vorgestellten sichtbaren Sternbilder und ihre Position am Himmel beziehen sich - sofern nicht anders angegeben - auf einen Beobachterstandort von 51° Nord und 12° Ost.
Als Unterstützung beim schnelleren Auffinden der Sternbilder empfehle ich den Kauf eines kleinen Himmelsführers mit beigefügter drehbarer Sternkarte. Dieses praktische Hilfsmittel misst meist nicht mehr als 10 cm im Durchmesser und findet Platz in jeder Jacken- oder Handtasche+++
Es ist ziemlich schwierig, einen Einstieg in das große Feld der Astronomie zu wählen, ohne die Leser und mich entweder zu langweilen oder zu überfordern. Ich habe mich deshalb dafür entschieden, zuerst einen für jeden persönlich in klaren Nächten praktisch nachvollziehbaren Weg zu beschreiten und zu Beginn dieser Serie die sichtbaren Sternbilder des Monats Januar zu zeigen.

Mit etwas Glück entstehen daraus bald Erfolgserlebnisse, die bei Ihnen (und mir) zu immer neuen Fragen führen, deren Beantwortung uns hoffentlich gemeinsam staunen und immer tiefer blicken lässt. Ich wünsche uns für die Zukunft möglichst keine Lichtverschmutzung, eine geringe Szintillation, eine stets gefüllte Thermoskanne, saubere Spiegel und/oder Linsen sowie interessierte Begleiter bei den nächtlichen Ausflügen in die Vergangenheit.

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Besonders empfehlenswert für tagesaktuelle digitale Sternkarten ist die Website www.calsky.com.
Dort findet man unter dem Menupunkt "Sternbilder" alle am jeweiligen Tag am jeweiligen Standort sichtbaren Sternbilder incl. Informationen zur Position am Himmel und Erläuterungen zur Namensgebung.

Der Januarhimmel in der ersten Monatshälfte um 21 Uhr


[Der Sternenhimmel im ... 2012]
Die Wintersternbilder sind im südlichen Himmelsfeld versammelt. Sechs hellere Sterne fügt man zu einem übergeordneten Wintersechseck zusammen. Es besteht aus (im Uhrzeigersinn, oben beginnend):

[Bildquelle]
 
Kapella (im Fuhrmann)

Aldebaran (im Stier)

Rigel (im Orion)

Sirius (im Großen Hund)

Prokyon (im Kleinen Hund)

Castor und Pollux (in den Zwillingen)




Im Sternbild Stier erkennt man den Sternhaufen der Hyaden (auf der rechten Seite von Aldebaran). Ebenfalls im Stier befinden sich die Plejaden (Siebengestirn).

Plejaden mit Orion und Stier   [Bildquelle]
Der Westen wird von einigen Resten des herbstlichen Himmels eingenommen. Dazu gehören vor allem das Pegasusquadrat (auch Herbstviereck genannt, knapp rechts von exakt W) und gleich darüber die Sternkette der Andromeda. Walfisch und Fische stehen im SW.

Das Herbstviereck   [Bildquelle]
Ein Blick nach Norden zeigt die Zirkumpolarsternbilder (je nach Breitenlage sind von manchen nur einzelne Sterne zirkumpolar) Großer Wagen, Kleiner Wagen, Kassiopeia, Kepheus, Perseus, Luchs, Drache und Giraffe.

Am östlichen Himmel schließlich kündigen bereits die ersten Sternbilder den nahenden Frühling an. Dazu gehört insbesondere der Löwe (Hauptstern Regulus).

Oberhalb des (Großen) Löwen kann man Kleinen Löwen und Luchs entdecken. Tief im OSO wird die Wasserschlange (Hauptstern Alphard) teilweise sichtbar. Etwa zwischen Alphard und Regulus liegt das aus 3 Sternen bestehende Bild des Sextanten.

Für Beobachtungen der Milchstraße eignet sich der nördliche Winterhimmel nicht ideal. Wer es dennoch versuchen mag: Unsere Heimatgalaxie erstreckt sich von SSO durch das Wintersechseck etwa zum Zenit und dann weiter über die Zirkumpolarsternbilder nach NNO.

[Der Sternenhimmel im...]

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