Freitag, 15. Februar 2013

Wählt Löcher!

Es ist jeden Winter dasselbe Trauerspiel: Straßen verwandeln sich nach den ersten Frostwechseln in Kraterlandschaften und die städtischen Bauhöfe rücken dem Ganzen reichlich hilflos mit Kaltasphalt und Gummistiefeln auf die Pelle. Wenn am kommenden Sonntag in Leipzig die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters stattfindet, ist nicht zu erwarten, dass der neue alte Amtsinhaber am 18. Februar mehr Gelder zur Sanierung der kommunalen Infrastruktur in die Hand nehmen wird. Dabei wäre es dringend nötig, denn es soll tatsächlich Menschen geben, die sich in der Stadt nicht inmitten einer schützenden Karosserie fortbewegen.

Mich persönlich etwa nervt es ungemein, wenn nach Schneefällen die Radwege neben den Fahrspuren nicht geräumt werden. Klar, der Schnee muss irgendwohin - aber muss er unbedingt auf die Radwege geschoben werden? Nein, muss er nicht. Der Räumdienst ist genauso verpflichtet, die Radwege freizuhalten, wie die Fahrbahn. Wenn das nicht zu schaffen ist, dann muss der Dienst eben 2 Stunden früher beginnen. Simple Sache das. Räumfahrzeuge lieben außerdem Streusplit und kippen diesen Reifenkiller Nr. 2 (nach Glasscherben) bevorzugt tonnenweise auf Radwegen aus. Schon mal darüber nachgedacht, den ganzen Mist auch wieder einzusammeln? ZEITNAH EINZUSAMMELN? Natürlich nicht. Der Dreck bleibt liegen, aggregiert sich brav mit weiterem Unrat und darf/kann dann nicht mehr zum Streuen wiederverwendet werden. Prima.

Weil es so schön ist, folgt jetzt eine Fotostrecke von der August-Bebel-Straße bis zur Dufourstraße. 1,5 Kilometer rollen wir stadteinwärts auf einer wichtigen Anwohner- und Verbindungsstraße durch die Leipziger Südvorstadt, vorbei an Kratern und provozierend von den Laternenmasten lächelnden Politikerkonterfeis.




Bonus: Die Karl-Liebknecht-Straße zwischen der Straße des 17. Juni und der Dimitroffstraße

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