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Sonntag, 7. Dezember 2014

Türchen 7 | Adventskalender 2014

"Ist Ambrosius schön und rein,
wird St. Florian ein wilder sein."

"Christmond launisch und lind -
der Winter ein Kind."

Ich wünsche mir...

Ich wünsche mir in diesem Jahr
mal Weihnacht' wie es früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein Schenken ohne Herz und Sinn.

Ich wünsch' mir eine Stille Nacht,
frostklirrend und mit weißer Pracht.
Ich wünsche mir ein kleines Stück
von warmer Menschlichkeit zurück.

Ich wünsche mir in diesem Jahr
'ne Weihnacht, wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist's her,
da war so wenig so viel mehr.

"Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann."
(Philippus Theophrastus Paracelsus)

Knobelei im Advent

Jedes Jahr aufs Neue sucht der Weihnachtsmann für die bevorstehenden hektischen Tage Unterstützung. Die Bewerberzahl ist groß, denn es gibt nichts schöneres, als anderen eine Freude zu bereiten. Allerdings müssen die künftigen Wichtel vor Antritt ihrer Arbeit logisches Denkvermögen nachweisen, sollen doch in kurzer Zeit möglichst viele Geschenke verteilt werden. Haben Sie das Zeug zum Helfer des Weihnachtsmanns? Bis zum 21. Dezember veröffentlichen wir täglich ein kleines Rätsel. Wer am 4. Advent mindestens 10 Rätsel (über die Kommentarfunktion unter dem Beitrag) lösen konnte, erhält an Heiligabend ein Päckchen mit Leckereien sowie weiteren Überraschungen. Viel Spaß beim Knobeln!

(7) Anton ist jünger als Berti. Conni ist älter als Anton, aber jünger als Det. Berti ist älter als Det.

Welcher Wichtel ist am ältesten und welcher am jüngsten?

Montag, 24. Dezember 2012

Weihnachten 2012 | Gedichte

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.
           
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!

(Joseph Eichendorff, Erstdruck 1837)

Ein Sterbender

Am Fenster sitzt er, alt, gebrochnen Leibes,
Und trommelt müßig an die feuchten Scheiben;
Grau ist der Wintertag und grau sein Haar.
Mitunter auch besieht er aufmerksam
Der Adern Hüpfen auf der welken Hand.
Es geht zu Ende; ratlos irrt sein Aug
Von Tisch zu Tisch, drauf Schriftwerk aller Art,
Sein harrend, hoch und höher sich getürmt.
Vergebens! Was er täglich sonst bezwang,

Es ward ein Berg; er kommt nicht mehr hinüber.
Und dennoch, wenn auch trübe, lächelt er
Und sucht wie sonst noch mit sich selbst zu scherzen;
Ein Aktenstoß, in tücht'gen Stein gehauen,
Es dünket ihn kein übel Epitaph.
Doch streng aufs neue schließet sich sein Mund;
Er kehrt sich ab, und wieder mit den grellen
Pupillen starrt er in die öde Luft
Und trommelt weiter an die Fensterscheiben.

Montag, 10. Dezember 2012

Man wird nicht besser mit den Jahren

Man wird nicht besser mit den Jahren -
wie sollt' es auch? Man wird bequem
und bringt, um sich die Reu' zu sparen,
die Fehler all in ein System.

Das gibt dann eine glatte Fläche,
man gleitet unbehindert fort,
und "allgemeine Menschenschwäche"
wird unser Trost- und Losungswort.

Die Fragen alle sind erledigt,
das eine geht, das andre nicht,
nur manchmal eine stumme Predigt
hält uns der Kinder Angesicht.
(Theodor Fontane, Erstdruck 1858)