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Freitag, 5. Dezember 2014

Türchen 5 | Adventskalender 2014

"Trägt Abigail weiß,
wird der Sommer heiß."

"So kalt wie der Dezember,
so heiß wird's im Juni."

Heute ist der Internationale Tag des Bodens. Unsere Zivilisation basiert sprichwörtlich auf den vielfältigen Funktionen der Pedosphäre. Ohne sie hätten wir weder Sauerstoff noch Nahrung zur Verfügung; ohne sie gäbe es keine Filter- und Speicherfunktion für das Wasser, keinen Wasser- und Nährstoffkreislauf und insgesamt kein Leben außerhalb der Gewässer - also uns definitiv nicht.

Erst die Böden machen einen Planeten für höhere Zivilisationen bewohnbar, deshalb müssen wir diese wichtige Lebensgrundlage schützen und dürfen sie nicht irreparabel zerstören/versiegeln/verschmutzen. Denn sind erst einmal die Bodenfunktionen gestört, bekommen wir schnell mehr als nur ein Problem. In Europa werden die Böden hauptsächlich durch Erosion und Flächenversiegelung degradiert, speziell in Deutschland beträgt die mittlere Bodenerosionsrate 8 - 10 t/ha im Jahr. Das übertrifft die durchschnittliche jährliche Bodenneubildungsrate von ca. 2 t/ha um das Fünffache! Ergo: Unsere Böden schwinden. In Deutschland betrug der Flächenverbrauch 2012 täglich etwa 70 ha Boden für den Bau neuer Siedlungen und Verkehrswege. Das entsprach 483 m² pro Minute oder 8 m² pro Sekunde. Bis zum Jahr 2020 soll gemäß der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung der Wert von 70 ha auf 30 ha pro Tag reduziert werden.

Mittwoch, 17. September 2014

Mit leisen Rufen zum Erfolg - das Jagdgeheimnis der Mopsfledermaus

Eine Mopsfledermaus in Schlafposition.
Vor mittlerweile fast drei Jahren wurde an dieser Stelle eine Fledermaus vorgestellt, die in Deutschland heimisch und vom Aussterben bedroht ist.

Am Max Planck-Institut für Ornithologie im bayerischen Seewiesen arbeitet die Gruppe um Holger Goerlitz an einem tieferen Verständnis des Jagdverhaltens dieses kleinen Säugers. Man möchte neben der rein qualitativen Zusammensetzung des Beutespektrums auch Informationen darüber gewinnen, wie und warum eben genau diese oder jene Art bevorzugt auf dem Speiseplan landet. Durch DNA-Untersuchungen an den Ausscheidungen der Fledermäuse stellte man fest, dass zu vier Fünftel Nachtfalter mit Ohren verspeist werden. Nachtfalter mit Ohren? Nun, man darf deren Sinnesorgane nicht mit den unserigen vergleichen, obwohl sie denselben Zweck erfüllen: Luftschwingungen registrieren und zur Weiterverarbeitung an das Gehirn senden. Sollten es diese "Ohren" (= Tympanalorgan) den Fledermäusen nicht erschweren, sich dem Nachtfalter zu nähern? Ja, das tun sie - aber nicht im Fall der Mopsfledermaus.

Freitag, 5. September 2014

Die Schwalben reisen ab

Erst Mitte Mai, verhältnismäßig spät im Jahr, kehrten unsere temporären Untermieter heuer aus den Winterquartieren ins Leipziger Land zurück. Dafür war die anschließende Brut umso erfolgreicher, konnten circa 40 Juvenile in diesem Sommer bei uns zu Hause das Licht der Welt erblicken. Aufgrund der überwiegend wechselhaften Witterung hatten es die insgesamt sieben Brutpaare nicht immer leicht, ihren Nachwuchs über die Runden zu bringen - speziell während der zweiten Brut ab Juli kam es zu Verlusten.

Raubtierfütterung I.

Raubtierfütterung II.

Donnerstag, 15. Mai 2014

17. Hoffest auf dem Landgut Nemt | 11. Mai 2014

Das Programm zum 17. Hoffest in Nemt und Dehnitz.
Am Ostrand der Leipziger Tieflandsbucht befindet sich die Ringelnatzstadt Wurzen. Den meisten dürfte das rechts der Mulde gelegene Mittelzentrum besonders aufgrund seiner Marke Wurzener Nahrungsmittel GmbH und den darunter firmierenden Produkten wie etwa Mehl, Reis, Haferflocken und diverser Müslis ein Begriff sein. Uns interessierten auf der jüngsten Sonntagsradtour ebenfalls die Lebensmittel - konkret jene auf dem Landgut Nemt, drei Kilometer von Wurzen entfernt gelegen, produzierten.

Passend zum internationalen Tag der Milch (in Sachsen war heuer das Landgut Nemt Gastgeber) lautete das Motto des Hoffestes: "Die Milch macht's". Was lag also näher, als gleich zu Beginn dem Stall einen Besuch abzustatten. Etwa 700 Milchkühe der Rasse Holstein-Frisian gehören zum Unternehmen, das sich den Prinzipien des ökologischen Landbaus verschrieben hat. Die Tiere werden in einem "Außenklimastall" gehalten, in dem sie sich frei bewegen können, jede Kuh ihre eigene Box mit Strohunterlage hat und nur Futter aus Eigenanbau verfüttert wird.


Es schmeckt. :-)