"Trägt Abigail weiß,
wird der Sommer heiß."
"So kalt wie der Dezember,
so heiß wird's im Juni."
Heute ist der Internationale Tag des Bodens. Unsere Zivilisation basiert sprichwörtlich auf den vielfältigen Funktionen der Pedosphäre. Ohne sie hätten wir weder Sauerstoff noch Nahrung zur Verfügung; ohne sie gäbe es keine Filter- und Speicherfunktion für das Wasser, keinen Wasser- und Nährstoffkreislauf und insgesamt kein Leben außerhalb der Gewässer - also uns definitiv nicht.
Erst die Böden machen einen Planeten für höhere Zivilisationen bewohnbar, deshalb müssen wir diese wichtige Lebensgrundlage schützen und dürfen sie nicht irreparabel zerstören/versiegeln/verschmutzen. Denn sind erst einmal die Bodenfunktionen gestört, bekommen wir schnell mehr als nur ein Problem. In Europa werden die Böden hauptsächlich durch Erosion und Flächenversiegelung degradiert, speziell in Deutschland beträgt die mittlere Bodenerosionsrate 8 - 10 t/ha im Jahr. Das übertrifft die durchschnittliche jährliche Bodenneubildungsrate von ca. 2 t/ha um das Fünffache! Ergo: Unsere Böden schwinden. In Deutschland betrug der Flächenverbrauch 2012 täglich etwa 70 ha Boden für den Bau neuer Siedlungen und Verkehrswege. Das entsprach 483 m² pro Minute oder 8 m² pro Sekunde. Bis zum Jahr 2020 soll gemäß der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung der Wert von 70 ha auf 30 ha pro Tag reduziert werden.